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Göppingen auf dem Spielbrett

Der Marktplatz steht zum Verkauf und der Bahnhof ist plötzlich günstig zu haben - was sich nach Chaos anhört, wird mit dem neuen Göppingen-Monopoly Wirklichkeit. Zumindest auf dem Spielbrett.

CHRISTINE BÖHM |

Straßen kaufen und Hotels mitten in Göppingen bauen, wo man möchte - der eine wird dabei reich, der andere geht bankrott. Das Gesellschaftsspiel Monopoly gibt es ab heute in einer Göppingen-Edition. Abstrakte Straßennamen bestimmen nicht länger das Spiel, sondern die Plätze und Straßen, die die Bewohner der Hohenstaufenstadt aus ihrem Alltag kennen. Der Verlag "Winning Moves" hat nun die 16. Städte-Ausgabe in Baden-Württemberg auf den Markt gebracht und zeigt den Spielern Göppingen auf einem großen Brett mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten. Der Schillerplatz kann erstanden werden und selbst fürs Falschparken in der Stadt muss man Bußgeld bezahlen. Rote und grüne Häuschen dürfen auf dem Spielfeld platziert werden, und auch die klassischen silbernen Glücksbringer als Figuren dürfen nicht fehlen in der Göppinger Ausgabe.

Das Stadtmarketing beriet den Verlag bei der Auswahl der Straßen und Motive. Da das Spiel über den Zeitraum von zwei Jahren hinweg geplant wurde, ist das Brett nicht ganz aktuell: "Die Bleichstraße war damals noch nicht spruchreif", sagte Oberbürgermeister Guido Till gestern beim Vorverkauf des Spiels und meinte damit das geplante Einkaufszentrum, das im neuen Monopoly noch nicht zu finden ist. So kommt es auch, dass Feinkost Gaiser noch mit einem Bild verewigt ist.

"Ich habe schon seit Jahren nicht mehr Monopoly gespielt", gab der Göppinger Rathaus-Chef zu. Da er jedoch von Kaufhof-Geschäftsführer Jörg Kanabei eine Spielbox geschenkt bekam, möchte er den Sommer dazu nutzen, endlich mal wieder die Würfel aufs Brett zu werfen. Sogar den Göppinger Hausberg, den Hohenstaufen, kann er dabei erstehen.

Monopoly wurde vor über 100 Jahren erfunden und wird heute in 103 Ländern und 37 Sprachen angeboten. Die Kombination aus Spielsituation und realer Umwelt macht für die Herausgeber den gewissen Reiz des Gesellschaftsspiels aus. Kanabei und Till probierten gemeinsam mit Frank Dehmer vom Referat Tourismus und Stadtmarketing das Spiel gleich einmal aus.

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