Durch Trockenheit steigt der Preis Umlage jetzt bei 88 Cent - Trinkwasserverband Ostalb zieht Bilanz

Den trockenen Sommer bekam auch die Wasserversorgung Ostalb zu spüren. Knapp wurde das Wasser zwar nie, dafür steigt die Umlage auf 88 Cent.

ULRICH BISCHOFF |

Als Vorsitzender Roland Polaschek bei der Verbandsversammlung der Trinkwasserversorgung am Dienstag im Sportheim des SV Weidenstetten Bilanz zog, kam auch die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr zur Sprache: Dauerduschen, ständiges Rasensprengen und der große Durst selbst beim Vieh hätten zwar zu einem erhöhten Verbrauch geführt, knapp sei das Wasser deshalb aber nie geworden. Normal fördere der Verband im Schnitt 6200 Kubikmeter Reinwasser pro Tag. Anfang Juni seien Tagesfördermengen auf über 9000 Kubikmeter gestiegen. Im Gegensatz zu den trockenen Brunnen mancher Höfe im Schwarzwald seien die Quellen in Bolheim, Eybtal und Bad-Überkingen mit einem Eigenwasservorkommen von über 16 000 Kubikmetern nie gefährdet gewesen. Außerdem könne der Verband noch 864 Kubikmeter pro Tag von der Landeswasserversorgung an Fremdwasser abnehmen. "Die Wasserversorgung Ostalb verfügt über genügend Reserven", konstatierte Polaschek. Der Zustand der Verteilungs- und Speicheranlagen würden diese Sicherheit das ganze Jahr über gewährleisten.

Um den Standard zu halten, habe der Zweckverband in 42 Jahren 35 Millionen Euro investiert. Der Höchststand an Krediten sei 2009 mit 5,8 Millionen Euro erreicht worden. Nachdem es seit fünf Jahren keine größeren Investitionen mehr gab, wurde der Schuldenstand um fast die Hälfte abgebaut. Nun könne man wieder maßvoll und strukturiert in Hochbehälter und Wasserleitungen wie etwa die neue Wasserleitung von Steinenkirch über Ravenstein zum Trasenberg investieren (wir berichteten).

Geschäftsführer Uwe Geiße erläuterte die Berechnung der Umlage für die Verbandsgemeinden. Der 2014 erhobene vorläufige Satz von 84 Cent pro Kubikmeter habe nicht ausgereicht. Wegen der anhaltenden Trockenheit hätten die Turbinen in Bad Überkingen und im Eybtal weniger Strom produziert. 2015 müssten daher 88 Cent pro Kubik erhoben werden. 2016 soll der Satz wieder auf 87 Cent sinken.

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