Die Katastrophe kommt
Göppingen. Die Crew des Filmprojekts "Art Girls" dreht diese Woche in der Göppinger Kunsthalle und in der Stadt. Katastrophenszenen gibts am Wochenende - eine Ausstellung ist auch geplant.
Am vergangenen Sonntag benötigten die Mitglieder des Göppinger Kunstvereins eine gut trainierte Beinmuskulatur. Von zehn Uhr morgens bis abends um sieben mussten sie amerikanische Kunstsammler darstellen, die am Rand einer Performance stehen und zuschauen. Immer wieder wurde die Szene aus einem neuen Winkel gefilmt. Künstlerin Maren Strack zeigte der Schauspielerin Jana Schulz, wie man die Peitsche schwingt - das war Teil der Performance, die von Strack stammt und im Film von Schulz dargestellt wird.
Beim Projekt "Art Girls" von Regisseur Robert Bramkamp, das in Zusammenarbeit mit dem ZDF und arte entsteht und von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg gefördert wird, entsteht nicht nur ein Kinofilm, sondern auch eine Dokumentation, eine Website - und eine Kunstausstellung. Einige Werke der Künstlerin Susanne Weirich, die auch Art Director beim Film ist, sind jetzt in der Halle aufgebaut und werden im Film eine Rolle spielen. Gleichzeitig entsteht daraus eine Ausstellung, die in der Kunsthalle besucht werden kann: mit Werken der Künstlerin und des Regisseurs, aber auch mit einigen Videos aus dem studentischen Workshop, der diese Woche in der Kunsthalle und rund um Göppingen stattfindet.
Die Studierenden beschäftigen sich mit phantastischen Erlebnissen im Alltag. Dazu haben sie bereits am Wochenende einige Göppinger im Casting befragt. Diese Woche besucht die junge Crew Menschen aus Göppingen an ihrem Arbeitsplatz und inszeniert größere Szenen: Am Montag stellten Mitglieder von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) eine Kampfszene auf offenem Feld nach. Vom Himmel kam dann plötzlich ein Engel: Einer Göppingerin wurden Flügel aus Pizzakarton auf den Rücken geklebt, sie hing an einem Kran des Technischen Hilfswerks und stieg auf diese Weise langsam vom Himmel ab und besänftigte die sich bekriegenden THW- und Feuerwehrleute im Film.
Kommendes Wochenende wird dann das Katastrophen-Szenario gedreht: Rund 300 Menschen werden am Projekt beteiligt sein. Göppinger spielen Verletzte, die wegen der vollen Krankenhäuser in der Kunsthalle verarztet werden müssen. Zum Einsatz kommen dabei auch wieder die Göppinger Feuerwehr, das THW und das Jugendrotkreuz.
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Autor: EVA-MARIA MANZ | 27.01.2011
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Dreharbeiten in der Kunsthalle Göppingen.
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