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Ausweis sorgt weiter für Frust

Antragstellern und Sachbearbeiter ärgern sich noch immer über den neuen Personalausweis. Die Bundesdruckerei verspricht indessen, dass die Kinderkrankheiten der Einführung kuriert sind.

Autor: TOBIAS FLEGEL |
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Die Auslieferung des neuen Personalausweises stellt die Geduld der Antragsteller weiter auf die Probe. "Es läuft schleppend - wie überall in der Republik", sagt die Leiterin der Meldebehörde in Eislingen, Iris Kutschera. Manche, die das Dokument Anfang November vergangenen Jahres bestellten, hätten es erst vergangene Woche erhalten. In anderen Städten im Landkreis sieht die Situation ähnlich aus. "Am Anfang dauerte es acht Wochen, bis der Ausweis da war", berichtet Göppingens Rathaussprecher Olaf Hinrichsen. Inzwischen liege die Wartezeit bei rund vier Wochen. "Es funktioniert mittlerweile besser, aber die Bundesdruckerei liefert immer noch nicht pünktlich", sagt die Leiterin des Ordnungsamts in Eislingen, Jutta Schabel. Karl Michael Müller vom Esslinger Bürgeramt hingegen wartet nach wie vor auf einige Personalausweise, die seine Mitarbeiter Anfang November bestellt haben.

Die Bundesdruckerei begründet die langen Wartezeiten mit der aufwändigen Umstellung. "Wir mussten über Nacht die Produktion des neuen Ausweises einführen", sagt eine Sprecherin. Gleichzeitig habe das Haus die Aufträge für die alten abgearbeitet. "Der Parallelbetrieb führte zu den Verzögerungen."

Die Auslieferung des Personalausweises im Scheckkartenformat erfolgt mitunter nicht nur spät, sondern sie verwirrt auch manche Antragsteller. Einige erhalten zwar per Post ihre persönliche Identifikationsnummer (PIN) und die Nachricht, dass sie den Ausweis abholen können. Doch im Rathaus ist er trotzdem nicht eingetroffen. "Wir erhalten viele Teillieferungen", sagt der Donzdorfer Hauptamtsleiter Gerd Rayer. Dadurch gingen manche noch leer aus, obwohl sie ihren Antrag gleichzeitig mit anderen abgegeben hatten, die ihren Ausweis wie angekündigt erhalten haben.

Für Aufschub sorgen auch Beratung und Datenübermittlung. "Unsere Mitarbeiter brauchen 15 bis 20 Minuten, um die Anträge zu bearbeiten", sagt Jutta Schabel. Olaf Hinrichsen zufolge hat sich die Zeit für die Antragsstellung in Göppingen verdoppelt. Ein Grund dafür ist, dass die Sachbearbeiter länger brauchen, um ihren Kunden die Funktionen des neuen Ausweises zu erklären und die ausgefüllten Formulare zu scannen. Ein weiter ist, dass nicht alle Terminals funktionieren, die die persönlichen Daten an die Bundesdruckerei übermitteln. "Es ist ein Roulettespiel, welches der Geräte funktioniert", sagt Karl Michael Müller. Seine Abteilung habe bis jetzt sieben Updates für die Änderungsterminals erhalten.

Laut Bundesdruckerei sind die Kinderkrankheiten der Umstellung behoben. "99 Prozent der Anträge aus den ersten Novemberwochen sind abgearbeitet", heißt es dort. Über 950 000 neue Ausweise seien bundesweit verschickt. Ziel sei, das Produktion und Auslieferung nicht länger dauern als beim alten Personalausweis. "Früher hat das eine bis drei Wochen gedauert", sagt die Leiterin des Eislinger Meldeamts, Iris Kutschera.

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