2500 schlagerselige Besucher feiern mit Dieter Thomas Kuhn

Wer einmal da war, kommt gerne wieder. Dieter Thomas Kuhn und Band verbreiten mit ihrer Huldigung des deutschen Schlagers gute Laune. 2500 Fans erlebten in der EWS-Arena ein klasse Konzert.

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Er gehört nicht zu den begnadetsten Sängern und raubt einem auch optisch nicht unbedingt den Schlaf. Dennoch begeistert Dieter Thomas Kuhn seit gut zwanzig Jahren Jung und Alt. Großer Jubel brandet auf, als Kuhn, kurz DTK genannt, im weißen Glitzer-Anzug, offenem mintgrünem Glibber-Hemd mit Blick auf sein etabliertes herzförmiges Brusthaar-Toupet zu den Klängen von „Musik ist Trumpf“ die Bühne betritt. Begleitet von seiner siebenköpfigen Kapelle, fragte der selbsternannte „Messias“ voller Leidenschaft, Lust und Liebe zuerst: „Sag mir quando, sag mir wann, ich dich wiedersehen kann“, ließ darauf „Amigo Charly Brown“ folgen, um anschließend unter tosendem Beifall zu sagen: „Ich hatte schon Angst, dass ihr zu Hause bleibt, um die letzte Sendung Wetten dass . . . zu gucken. Aber ihr habt den besseren Weg gewählt.“ Wie gewohnt schöpfte die singende Fönwelle im deutschsprachigen Schlagereintopf aus dem Vollen, präsentierte die Titel in bisweilen deutlich schnelleren Rhythmen, mal in ständig wechselndem Farbenspiel, mal umrahmt von lauter Pyrotechnik.

"In Göppingen riechen die Mädchen so gut"

Da leerte die rasante „Anita“ quasi in einem Atemzug die Flasche „Griechischer Wein“, bestellte im Turbogang „Aber bitte mit Sahne“, und „Das Model“ von Kraftwerk lässt DTK ebenfalls im brachialen Einheitsgewand über den ins Publikum gehenden Catwalk laufen. Ein wenig Lokalkolorit muss auch sein: Er sei gern in Göppingen, denn dort riechen die Mädchen so gut, meint er – weshalb wahrscheinlich auch immer wieder welche zu ihm auf die Bühne dürfen.

Die Zuschauer lagen sich bei Titeln wie „Die kleine Kneipe“ oder Maffays Sommer- und Brücken-Songs in den Armen und fühlten mit ihrem Idol mit, wenn dieser sich in der Garderobe „schön für euch“ mache und dann doch wieder einsam im Hotelzimmer sei. Wie passend dann die Frage: „Willst du mit mir geh’n?“, denn „Wunder gibt es immer wieder“.

Charmant bedient Kuhn sämtliche Klischees, ob Schluchzer, kokette Augenaufschläge oder Kusshände ins Publikum – er kann’s halt. Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum, ohne Pause zieht er durch und schenkt seinem begeisterten Publikum in seinem letzten Konzert des Jahr eine 30-minütige Zugabe.

„Wir lieben alles an ihm, sind süchtig nach seinem Charisma, seiner Stimme – unsere Männer nervt das richtig“, verraten Ramona Klingler und Tochter Michaela lachend, die ihrem Idol seit ewigen Zeiten im Look der Siebziger nachreisen. Wie die zwei Calwer hatten sich viele Fans eigens für das Konzert fantasievoll geschmückt und ausstaffiert.

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