125 Jahre TVE: Große Mitmachaktion

Der Turnverein Ebersbach feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Insbesondere im vergangenen Vierteljahrhundert musste sich der größte Verein der Stadt im unteren Filstal vielen Veränderungen stellen.

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Mit einem sogenannten "Jubiläums-Flashmob" läuteten die Kinder und Jugendlichen das Jubiläumsjahr des Turnvereins Ebersbach ein. "Ebersbach in Bewegung" lautet das Motto des Jubiläumsjahres und steht auch auf den roten T-Shirts. Foto: TVE

"TVE in Bewegung", mit diesem Motto will der Turnverein Ebersbach nicht nur seine Mitglieder in Schwung bringen, sondern eine ganze Stadt. Im Gegensatz zum 100. will der Verein zu seinem 125. Geburtstag keinen Kraftakt stemmen. "Wir wollen die Angebote, die wir das ganze Jahr über haben, in den Vordergrund stellen", sagt die sportliche Leiterin des Vereins, Gudrun Philipp. Außer dem obligatorischen Festakt am 10. Februar wird es am 23. Februar einen Familiensporttag und am 17. Mai ein Vereinsfest auf dem TVE-Platz geben. "Wir möchten, dass unsere Mitglieder auch mal das Feiern genießen können und nicht nur arbeiten müssen", erklärt Philipp.

Für die Ebersbacher und darüber hinaus haben sich die Vereinsverantwortlichen eine besondere Aktion ausgedacht. In einem das ganze Jahr laufenden Gewinnspiel müssen verschiedene Aufgaben bewältigt werden, unter anderem sind drei Schnupperstunden aus drei unterschiedlichen Sportangeboten zu absolvieren. Das passt nicht nur zum Motto des Jubiläumsjahres, sondern ist durchaus auch mit dem Gedanken verbunden, neue Mitglieder zu gewinnen, räumt der Vorsitzende Gerhard Mayer ein.

In seinen besten Zeiten zählte der größte Ebersbacher Verein rund 1800 Mitglieder, jetzt sind es 1523, "so viele wie schon einmal vor 25 Jahren, wir haben wieder aufgeholt", sagt Mayer. Ein Drittel der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, hier sei man konstant gut aufgestellt, "das ist unser wichtigster Bereich", erklärt Gudrun Philipp. In 14 Abteilungen bietet der TVE für Jung und Alt ein vielfältiges Sportangebot vom Breiten- über den Gesundheitssport mit einem vielfältigen Kursangebot bis zum Wettkampfsport wie Sportakrobatik oder Leichtathletik.

Steigender Bedarf an Gesundheitssport

"TVE in Bewegung" - das Motto passt für Gerhard Mayer jedoch nicht nur zu den zahlreichen Sportangeboten. Laut dem Vorsitzenden steht das Motto auch für den Wandel, dem der Verein besonders in den vergangenen 25 Jahren unterworfen war. "Darauf haben uns immer früh eingestellt", erklärt Gudrun Philipp. Dem steigenden Bedarf an Gesundheitssport habe der Verein mit einem mit "großem Aufwand" auf die Beine gestellten Kursangebot Rechnung getragen. Auch eine Bouleabteilung wurde gegründet.

Die gesellschaftlichen Veränderungen stellten auch die Verantwortlichen in den Vereinen vor immer neue Herausforderungen, stellt Mayer fest. Immer weniger Menschen seien bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ein großes Problem teile der TVE mit anderen Sportvereinen: "Es wird immer schwieriger, qualifizierte Kursleiter zu finden", bedauert Gudrun Philipp. Durch gewachsene Ansprüche sei es Übungsleitern im Ehrenamt immer seltener möglich, die Qualität zu halten. Der Turnverein habe deshalb neue Wege gehen müssen und beschäftige seit zehn Jahren für den Kinder- und Jugendsportbereich eine hauptamtliche Kraft.

Handball-Kooperation

Ebenfalls zehn Jahre alt ist die Handball-Kooperation mit dem Turnverein Bünzwangen - eine Konsequenz des Nachwuchsmangels in dieser Sportart. "Die Kooperation flutscht recht gut, trotz anfänglicher Bedenken", konstatiert der Vereinsvorsitzende zufrieden. Dasselbe gelte für die Leichtathletik-Gemeinschaft Filstal, zu der sich der TVE mit Albershausen zusammengeschlossen hat. Früh habe der Verein auch die Weichen zur Kooperation Schule-Sport gestellt und seit zwei Jahren beschäftige der TVE auch FSJler, "wir waren unserer Zeit da immer voraus", stellt Gudrun Philipp fest.

Wie ein roter Faden zieht sich der Dauerbrenner Sportstätten durch die vergangenen 25 Jahre. "Das ist ein Thema, seit ich im TVE bin", sagt die sportliche Leiterin - die 66-Jährige ist praktisch in den Verein hineingeboren. "Unser Problem ist, dass die Sportstätten in Ebersbach zu verzettelt sind." Das vereinseigene Gelände an der Panoramastraße sei heute von Wohnbebauung umringt, seit vielen Jahren kämpft der Verein für eine zentrale Sportstätte auf dem Raichberg. "Wenn wir uns als TVE neue aufstellen wollen, muss die Sportstätte bei einer Schule sein", betont Mayer.


Zukunft der Vereine heißt Kooperation

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