1000 Ziegen für das Obere Filstal

Weiden im Goißatäle bald wieder 1000 Ziegen. Die Touristiker im Helfensteiner Land hegen solche Gedanken, wie die Hauptversammlung zeigte.

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Auch Ziegen tragen zum Landschaftserhalt im oberen Filstal bei.

"Tourismus und Landschaftspflege stehen in einem engen Zusammenhang", behauptete Ulrich Lang von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Göppingen vor den Mitgliedern des Vereins "Gastgeber Helfensteiner Land" in Geislingen. Und er legte gleich Beweise für seine Behauptungen vor. Streuobstwiesen, Wacholderheiden, Buchenwälder, Hecken, Wiesen, Bäche und Flüsse, von Menschenhand geschaffene und gepflegte Landschaften prägen die Landschaft in den Mitgliedsgemeinden des Helfensteiner Landes. "Nicht umsonst spricht man von Kulturlandschaften", erklärte Lang. Er verdeutlichte, wie man unter Einbeziehung vielfältiger Förderungen die Kulturlandschaften der Region erhalten könne. Mit Mitteln aus der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) werden Maßnahmen in Schutzgebieten mit 50 bis 70 Prozent gefördert, mit bis zu 90 Prozent sorgen Mittel der Stiftung Naturschutz für die Wiederherstellung von Lebensräumen inklusive dem Grunderwerb. Weitere Mittel gibt es vom EG-Projekt Life plus und aus Mitteln der Wasserwirtschaft. Eine größere Summe steht zudem aus verschiedenen Kompensationsmaßnahmen zur Verfügung. So stellt die Bahn Gelder in sechsstelliger Höhe für Ausgleichsmaßnahmen zur Schnellbahnstrecke Wendlingen/Ulm zur Verfügung.

Gerade im Oberen Filstal gibt es eine Kulturlandschaft, die ihresgleichen sucht und dem Tal sogar ihren Namen gab: Goißatäle. 100 Ziegen einer Ziegenhaltegemeinschaft halten hier die Wacholderheiden frei von Büschen und Bäumen. In anderen Bereichen des Oberen Filstals beweiden 20 Schafhaltungsbetriebe mit ihren Schafherden über 250 Hektar Wacholderheiden und Streuobstwiesen.

Nur - 100 Ziegen machen heute kein Goißatäle, so die Meinung der anwesenden Bürgermeister, um diesem Namen wieder gerecht zu werden müssten schon 1000 Ziegen im Oberen Filstal weiden. Ziegen in Wacholderheiden und auf Streuobstwiesen, dazu Schafe im Hutewald, das Obere Filstal wäre um eine Attraktion reicher. Landschaft wäre genug da, Fördermittel auch, die Produkte ließen sich sicher auch vermarkten - eine Idee, deren Machbarkeit man nun prüfen will.

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