Metropolexpress: Binder drängt das Land zur Klärung

Nicht streiten, sondern handeln: Der Landtagsabgeordnete Sascha Binder drängt das Land in Sachen Metropolexpress zu Lösungen.

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Der Geislinger SPD-Landtagsabgeordnete Sascha Binder (SPD) mahnt in der Diskussion um Fehler und Versäumnisse beim Metropolexpress zur Besonnenheit. „Die gegenseitigen Schuldzuweisungen halte ich für deplatziert, weil sie nicht zielführend sind“, sagt der Landesparlamentarier. Deshalb hält er auch den Vorschlag seines Göppinger Landtagskollegen Alex Maier (Grüne) für wenig hilfreich, einen runden Tisch mit Vertretern der Bahn, den hiesigen Abgeordneten sowie mit Landrat Edgar Wolff und Verkehrsminister Winfried Hermann zu organisieren. „Wichtig ist doch, dass wir Leute ranbekommen, die etwas Neues zu erzählen haben“, sagt Binder, „außerdem wären beim runden Tisch in dieser Konstellation die Bürgermeister der Anliegerkommunen nicht dabei“.

Um in der Sache voranzukommen, hat Binder eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Im Kern will er zwei Dinge geklärt haben: Seit wann weiß das Land, dass der Regionalverkehrs­knoten im Stuttgarter Hauptbahnhof überplant werden muss – und warum? Gerade deshalb steht der für 2019 geplante Start des Metropolexpresses im Halbstundentakt bis Geislingen auf der Kippe. Und: Welche Vorkehrungen trifft das Verkehrsministerium, um eine Verzögerung zu reduzieren?

„Bis die Umplanungen abgeschlossen sind, ist das Jahr zu Ende“, sagt Binder, „sollte das Abstellgleis in Geislingen doch gebraucht werden, was ja im Moment nicht mehr klar ist, würde es mit dem Bau bis 2019 sehr eng. Die Vorlaufzeit mit Planung, Genehmigung und Vergabe dauert sehr lange“. Das Gleis wäre notwendig, damit in Geislingen der Fernverkehr den wartenden Metropolexpress überholen kann. Sollte 2019 nicht klappen, müsse das Ministerium Alternativen ausloten, fordert Binder, „etwa die Züge doch bis Amstetten fahren zu lassen. Das Land verweigert sich bislang dieser Lösung“.

Zudem fordert Binder das Land auf, dem Kreis endlich eine schriftliche Vereinbarung vorzulegen. Laut Jörg-Michael Wienecke, Leiter des Amts für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur, gibt es eine Beschlussfassung aus 2015, wie sich der Landkreis beteiligt, sowie entsprechende Zusagen des Landes in den Verhandlungen, aber noch keinen Kontrakt. Binder: „Es ist im Interesse des Kreises und der Kommunen, eine feste Vereinbarung zu haben. Die Finanzierung des Halbstundentakts muss geregelt sein.“ 1,1 Millionen Euro plant das Landratsamt dafür jährlich ein.

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