Die Barockzeit erlebbar machen

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Zum Auftakt der Konzertsaison des Geislinger Kulturvereins spielt am Donnerstag, 5. Oktober, das renommierte Cembalo-Duo ­Aleksandra und ­Alexander Grychtolik im Kommunikationszentrum der WMF. Neben Werken von Bernardo ­Pasquini und Johann Sebastian Bach wird das deutsch-polnische Musikerpaar auch eigene Improvisationen im Stile der Renaissance zu Gehör bringen. Das erste Konzert der neuen Saison ist wie in den letzten vier Jahren in den Geislinger Kulturherbst eingebunden. Seit 2008 begeistern Aleksandra und Alexander Grychtolik bei ihren europaweiten Soloauftritten das internationale Publikum mit Werken von Bach, Rameau, Mozart und barocken Live-Improvisationen und kreieren mit jedem ihrer Auftritte ein singuläres Musik-Ereignis.

Virtuos und unverkrampft machen Aleksandra und Alexander Grychtolik die Improvisationskunst der Barockzeit wieder lebendig und in ihren Konzerten erlebbar.

 Die Debut-CD „Fantasia baroque“ mit Improvisationen über Bach, Bertali und Pasquini wurde für den Echo Klassik 2016 nominiert und vom Early Music Review als „excellent recording“ ausgezeichnet. Ihre dynamische und artikulationsfreudige Spielweise entzaubert das Klischee des sperrigen, antiquierten Cembaloklangs. Die Cembalosaiten erklingen mit der ungezähmten Kraft eines ganzen Barock-Orchesters. Das Musikerpaar spielt auf zwei Nachbauten eines zweimanualigen Cembalos von Johannes Ducken aus dem Jahre 1750, erbaut 1979 und 1989 von Cornelis Bom in den Niederlanden. Das ältere der beiden Instrumente war viele Jahre im Besitz von Gustav Leonhardt, der als einer der legendärsten Cembalisten des 20. Jahrhunderts gilt und es auch in späteren Jahren bei Konzerten in Deutschland nutzte.

Neben ihrer musikalischen Karriere beschäftigen sich Aleksandra und Alexander Grychtolik mit der Musik verwandten Disziplinen. So studierte Aleksandra Grychtolik neben dem Cembalo Kulturmanagement und war mehrere Jahre im Europaparlament im Bereich der Kulturpolitik tätig.

Alexander Grychtolik studierte neben der Musik Architektur an der Bauhaus-Universität in Weimar und promovierte im Bereich des musikalischen Kulturgüterschutzes. Er veröffentlichte Rekonstruktionen von Vokalwerken J. S. Bachs und widmet sich derzeit der virtuellen Rekonstruktion historisch bedeutender Konzertsäle wie z. B. den ehemaligen Wirkungsstätten J. S. Bachs.

2008 gründeten Aleksandra und Alexander Grychtolik das Ensemble „Deutsche Hofmusik“, mit dem sie sich vor allem weltlichen Vokalwerken J. S. Bachs und seiner Zeitgenossen widmen.

Info Das Konzert findet im Kommunikationszentrum der WMF statt um 20 Uhr. Karten im Vorverkauf bei der Geislinger Buchhandlung Ziegler, ☎ (07331) 4 17 52 sowie an der Abendkasse.

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