Studienanfänger erleben ihre ersten Tage an der HfWU

|
Vorherige Inhalte
  • Adriana Papasso (vorne links), die im vierten Semester Nachhaltiges Produktmanagement studiert und vier weitere ältere „Studis“ teilen ihre Erfahrungen mit den Neulingen.  1/3
    Adriana Papasso (vorne links), die im vierten Semester Nachhaltiges Produktmanagement studiert und vier weitere ältere „Studis“ teilen ihre Erfahrungen mit den Neulingen. Foto: 
  • Amira Abdirazak 2/3
    Amira Abdirazak Foto: 
  • Julia Petzold 3/3
    Julia Petzold Foto: 
Nächste Inhalte

Für insgesamt 400 Erstsemester der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) beginnt dieser Tage ein neuer Lebensabschnitt: Sie sind gespannt auf ihr Studium in Geislingen, freuen sich auf das neue Umfeld und alles, was das Studentenleben mit sich bringt. Die Studienanfänger wurden am Mittwoch zunächst in der Jahnhalle willkommen geheißen; anschließend begannen die Vorlesungen. Doch schon in der vergangenen Woche war ein Großteil der Studierenden in der Fünftälerstadt anzutreffen: In der sogenannten Vorwoche lernten sich die jungen Leute bei unterschiedlichen Kursen kennen, erhielten Führungen durch die Hochschule und trafen auf so manche Professoren, die sie in den nächsten Monaten begleiten werden. Außerdem stand eine Kneipentour in Geislingen auf dem Programm.

Bei den Studiengängen Energie- und Ressourcenmanagement (ERM) sowie Nachhaltiges Produktmanagement (NPM) lautete ein Programmpunkt in der Vorwoche „Gespräch mit Studis aus höheren Semestern“. Fünf ältere Kommilitonen standen dabei den Neulingen Rede und Antwort bei allen Fragen rund um das Studium. Den Erstsemestern brannten ganz unterschiedliche Themen unter den Nägeln: Wie sind die Professoren? Wo kann man sein Praxissemester absolvieren? Wie bereitet man sich auf die Prüfungen vor? Was bieten die Vereine der einzelnen Studiengänge? Wie vernetzt man sich am besten mit anderen Studenten? Und: Verpasst man nicht was, wenn man nicht vor Ort in Geislingen wohnt?

Andrea Jehner, die im vierten Semester NPM studiert und von Sindelfingen nach Geislingen pendelt, musste gestehen: „Manchmal denkt man schon, man hat was verpasst.“ Zum Beispiel dann, wenn die anderen von der coolen Party am Abend erzählen, „und man selbst saß daheim vor dem Fernseher“. Adriana Papasso, ebenfalls NPM-Studentin im vierten Semester, bestätigte das: Zu Beginn ihres Studiums war auch sie täglich von Leonberg nach Geislingen gependelt. „Das ist stressiger, und man muss vor allem in der Prüfungsphase mehr Zeit einplanen.“

Mit Blick auf die Partys sei ein wesentlicher Punkt nicht zu unterschätzen: Hier könne man viele Kommilitonen, auch ältere, kennenlernen und sich so vernetzen, betonten die beiden älteren Studentinnen unisono. Von einem solchen Austausch profitierten letztlich alle.

Die älteren „Studis“ legten den Neulingen auch ans Herz, die Angebote der Hochschul-Vereine zu nutzen. Neben Sportangeboten können die Mitglieder zum Beispiel auch an Führungen in Firmen wie Porsche teilnehmen, ergänzte Andrea Jehner. Im Studienalltag sei es generell wichtig, den Professoren mit Respekt zu begegnen, sagte Adriana Papasso. Und: „Es ist nicht mehr wie in der Schule“. Insgesamt sei weitaus mehr Stoff zu pauken als man es von früher gewöhnt sei.

Bei einer anschließenden Reflexion zur gesamten Vorwoche befragte Studiendekanin Professor Dr. Lisa Schwalbe die Erstsemester zu ihren Eindrücken. „Die Atmosphäre an der Hochschule ist sehr locker, und es wurde alles gut erklärt“, sagte beispielsweise eine Studentin. Ein junger Mann fand für sich heraus, dass er seine „Lernmethoden verfeinern muss“, woraufhin auch die Studiendekanin betonte: „Es ist hier anders als in der Schule. Nur auswendig lernen, reicht nicht“.

Überraschung  Auch Julia Petzold und Amira Abdirazak halten die Vorwoche für sinnvoll, vor allem für jüngere Kommilitonen, die direkt von der Schule kommen und sich in manchen Dingen noch unsicher sind. Die beiden Freundinnen kommen ursprünglich aus Trossingen im Südschwarzwald und haben dort zusammen die Realschule besucht. Jetzt beginnen beide mit ihrem NPM-Studium in Geislingen, wobei sie erst in der Vorwoche völlig überraschend aufeinandertrafen. Denn die Wege der Freundinnen hatten sich zunächst getrennt: Die 24-jährige Julia Petzold arbeitete nach einer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau drei Jahre lang in diesem Beruf und holte nebenbei das Fachabi nach; die ein Jahr jüngere Amira Abdirazak entschied sich nach einem Mathe-Studium in Stuttgart für den Studiengang in Geislingen. „Erst mal pendle ich mit dem Zug von Stuttgart nach Geislingen“, erzählte Amira Abdirazak. „Aber ich überlege, ob ich herziehe, weil es sonst zu anstrengend werden könnte.“ Ihre Freundin lebt bereits mit anderen Studenten in einer WG in der Fünftälerstadt und hat diese auch schon erkundet. „Die Fuzo ist ganz schön“, sagt sie. Die Atmosphäre in der Stadt gefällt ihr: „Es ist alles sehr gemütlich“.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

GZ-Hochschulseite

Was passiert an der HfWU Nürtingen-Geislingen? Was bewegt die Studenten? In unserem Dossier klären wir Fragen wie diese.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Drei Motorradfahrer bei Schlierbach schwer verletzt

Bei einem Auffahrunfall am Mittwochabend nahe Schlierbach wurden drei Motorradfahrer schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. weiter lesen