Zweiradverleih für die Region

Am Eislinger Bahnhof wird eine Verleihstation für Fahrräder und Pedelecs eingerichtet. Die Stadt führt Gespräche über ein Car-Sharing-Modell.

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Auf dem Vorplatz des Eislinger Bahnhofs wird ein Fahrradverleih angelegt, an dem auch Pedelecs aufgeladen werden können. Der Verleih ist mit der gesamten Region vernetzt. Foto: Giacinto Carlucci  Foto: 

Der Ausbau des Mobilitätspunkts am Eislinger Bahnhof kommt voran. Dort wird im kommenden Jahr ein Fahrradverleihsystem eingerichtet. Auch scheint die Einführung eines Car-Sharing-Systems näher zu rücken. Die Stadt führt konkrete Gespräche mit einem Autohaus aus Mutlangen. Bei Zwei- wie Vierrädern wird die Elektromobilität eine wichtige Rolle spielen. Laut Oberbürgermeister Klaus Heininger betritt die Stadt hier Neuland. „Wir wollen moderne Formen der Mobilität in Eislingen anbieten.“

Beim Fahrradverleih ist vorgesehen, dass nach Eislingen vier Fahrräder und drei Pedelecs kommen. Die Zweiräder können auch in andere Orten abgegeben werden, weil Eislingen Teil des „Fahrrad- und Pedelec-Verleihsystems (FVS) Regio-Rad-Stuttgart wird. Das ist das Rad-Verleihsystem, das die Stadt Stuttgart europaweit ausgeschrieben hat. Allen Kommunen der Region war angeboten worden, teilzunehmen. Die Landeshauptstadt hat jetzt den Zuschlag der Bahntochter DB Connect gegeben.

An dem neuen Verleihsystem beteiligen sich zahlreiche Städte und Kommunen aus der Region. Noch nicht im Verbund dabei ist die Stadt Göppingen. Der Eislinger OB hofft aber, dass die Kreisstadt bald hinzukommen wird. Denn dann könnten auch Räder oder Pedelecs von Eislingen nach Göppingen gefahren und dort abgegeben werden – oder umgekehrt.

Zum Start im März 2018 soll es im FVS-Gebiet 94 Verleihstationen mit zusammen 685 Farrädern und 313 Pedelecs geben. „Das läuft wie bei einer Autovermietung: ein unkompliziertes Ausleihen und Zurückgeben“, freut sich der OB.

In Eislingen wird die Station auf dem Bahnhofsvorplatz Richtung Unterführung angelegt. Dort wird auch für etwa 4000 Euro ein Stromanschluss geschaffen, informierte die Stadt am Montag den Technischen Ausschuss. Die Mitgliedschaft im FVS kostet die Stadt etwa 8000 Euro im Jahr.

Das künftige Car-Sharingmodell erfordert zunächst eine Investition von bis zu 4000 Euro. Hier musste die Stadt einen zweiten Anlauf  nehmen, weil zum Beispiel der Stuttgarter Anbieter „Stadtmobil“ kein Interesse zeigte, nach Eislingen zu expandieren. Auch örtliche Autohäuser winkten ab, berichtet der OB. Eislingen hat nun in einem Mutlanger Autohaus einen potenziellen Partner gefunden. Ziel ist, dass zwei Fahrzeuge nach Eislingen kommen sollen: Ein Elektroauto und ein Kleinbus. Der achtsitzige Bus könnte auch für Eislinger Vereine von Nutzen sein, etwa für Fahrten zu Auswärtsspielen oder Seniorenausflügen.

Der OB hält die Zeit für reif, solche Angebote zu machen. Zumal die Kontroverse um Diesel und Abgase Elektroantriebe ins Blickfeld rückt. Der Ausschuss reagierte positiv auf die Mobilitätspläne.

Informationen: Damit die Eislinger über die vielen Entwicklungen in der Stadt informiert werden und sich in die Planungen einbringen können, hat die Verwaltung die „Eislinger Projektgespräche“ ins Leben gerufen, welche in regelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten stattfinden werden. Ein solches Gespräch findet morgen, Donnerstag, um 16 Uhr am künftigen „Mobilitätspunkt Bahnhof Eislingen“ beim östlichen Vorplatz statt.

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