Rasant durch die Halfpipe

Der Kinder- und Jugendkulturtag „Freistil“ im Schlosspark Eislingen bietet jungen Menschen ein buntes Angebot an kreativen und sportlichen Workshops.

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Geschäftig hämmern und bauen die Teilnehmer des Cajon Workshops im „Talx“ an ihren Instrumenten herum, während im Obergeschoss gebastelt wird.  Vor dem Jugendhaus flitzen ein paar Jugendliche mit ihren Cityrollern rasant die Halfpipe hoch. Es war gestern zur Mittagszeit bereits einiges los, obwohl der Eislinger Kinder- und Jugendkulturtag „Freistil“ kaum begonnen hatte. Trotz des kühlen Wetters war die Veranstaltung mit rund 50 Teilnehmern gut besucht.

Die Workshops seien fast alle voll gewesen, berichtet Tobias Friedel. „Zum Glück konnten die meisten unserer Programmpunkte nach drinnen verlegt werden“, sagt der Mitorganisator vom städtischen Kinder- und Jugendbüro. „Das einzige, was wir leider wegen des Wetters absagen mussten, war das Street-Soccer Turnier im Schlossgarten. Schade, denn letztes Jahr war das eine richtige Attraktion. Aber als Ersatz wird heute Nachmittag ein Tischkicker-Turnier veranstaltet.“

Die Organisatoren denken sich immer möglichst viele Aktivitäten aus, die sie den Kindern anbieten können. „Wir schauen auch danach, dass wir externe Kursleiter haben. Das bringt Abwechslung und Vielfalt ins Programm“, erklärt Friedel. Beim Cajon-Bau gab es professionelle Hilfe von Martin Sauer. Er ist freiberuflicher Musiker und hat Erfahrung mit den beliebten Kistentrommeln.Den Fünftklässlern Felix und David macht das Bauen Spaß. „Ich habe in der Schule schon einmal auf einem Cajon getrommelt. Bei so einem Workshop bin ich aber das erste Mal dabei“, meint Felix. Nachdem alles fertig zusammengeleimt war, sollte eine Trommelrunde eingelegt werden. Auf die Frage, ob sie die Cajons mit nach Hause nehmen dürften, antwortete David: „Ja na klar, wär ja sonst auch blöd.“ Die neunjährige Lara hat im „Talx“ ein Mosaikbild auf Keilrahmen und ein Frisbee aus Papptellern gebastelt. „Nachher gehe ich noch nach draußen zum Skaten mit  meinen Inlinern“, erklärt sie.

Auch im Jugendhaus „Nonstop“ ist viel los. Zwölf Kinder nehmen an einem Selbstverteidigungskurs teil. In einem Saal des Rathauses wird zudem ein Clown-Workshop von Klaus-Peter Wick abgehalten. Der Clown und Theaterpädagoge bildet an einer eigenen Schule Clowns aus. Er ist der Meinung: „Der Clown ist eine pädagogisch sehr wichtige Figur. Wir treten häufig in Kinderkliniken auf. Aber nicht nur junge Menschen brauchen Clowns. Auch Erwachsene in Behindertenheimen, der Onkologie, in Psychatrien oder Seniorenheimen.“ Für seine Workshops sei ihm wichtig, dass die Nachwuchs-Clowns gut miteinander auskommen: „Die Kinder sollen Aufmerksamkeit, Konzentration und Wertschätzung demjenigen entgegenbringen, der gerade auf der Bühne steht und etwas vorspielt.“

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