Privatfläche blockiert Weg

Ein Weg soll in Krummwälden das Wohngebiet "Im Schönhut" mit der Schwarzengasse verbinden. Dazu stellt Eislingen einen Bebauungsplan auf. Bisher waren die Grundstückseigentümer wenig begeistert.

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Die Katze kann ihre Ruhe genießen. Noch führt kein Fuß- und Radweg durch ihr Revier. Der von der Stadt geplante Fußweg würde durch die Wiese im Hintergrund gehen und ungefähr hier in die Schwarzengasse münden.  Foto: 

Eine "sichere und angenehme Verbindung für Fußgänger und Radfahrer" möchte die Stadt Eislingen in Krummwälden schaffen. Dazu soll zwischen dem Wohngebiet "Im Schönhut" und der Schwarzengasse ein Weg angelegt werden. Fußgänger könnten den Weg nutzen, um in die Dorfmitte, zum Spielplatz in der Bachstraße oder zur Bushaltestelle zu gehen. Diese etwa 80 Meter lange Strecke ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung viel sicherer als der Gehweg entlang der viel befahrenen Ottenbacher Straße.

In Haushaltsberatungen hat Peter Ritz im Namen der SPD-Fraktion schon mehrmals gefordert, den Weg anzulegen. Dabei hat Ritz angedeutet, woran die Umsetzung bisher scheiterte: "Sollten die Verhandlungen mit dem Eigentümer weiterhin nicht vorwärts kommen, beantragen wir einen Bebauungsplan aufzustellen und ein Enteignungsverfahren einzuleiten." Der Antrag soll jetzt, zumindest teilweise, umgesetzt werden: Der Gemeinderat hat beschlossen, den Bebauungsplan "Schönhut Krummwälden - Wegeverbindung zur Schwarzengasse" aufzustellen. An die Einleitung eines Enteignungsverfahrens sei aber nicht gedacht, versichert der Eislinger Baubürgermeister Thomas Schuster.

Der neue Weg würde am Ende der Straße "Im Schönhut" über ein Privatgrundstück sichelförmig an den angrenzenden Gebäuden vorbei zur Schwarzengasse führen. Die Strecke bietet den Vorteil, dass der Spielplatz an der Bachstraße vom nördlichen Dorfgebiet aus ohne großen Umweg erreicht werden kann. Diesen Verlauf soll der Bebauungsplan sichern. Dies bedeutet, dass die Grundstückseigentümer eingeschränkt sind, wenn sie Veränderung vornehmen wollen. So dürfte zum Beispiel kein Gebäude auf der Wegtrasse errichtet werden, erläutert der Baubürgermeister. Die Stadt sichere damit auch ihre Planung ab, falls das Grundstück einmal verkauft werden soll.

Aus Sicht der Stadt ist die Planung städtebaulich sinnvoll und gewollt. Der Eigentümer, der zwar aus Krummwälden stammt aber nicht in dem Dorf oder in Eislingen wohnt, habe bisher keine Bereitschaft zur Mitwirkung gezeigt. Schuster erwartet, dass sich der Eigentümer nun mit eigenen Vorstellungen zum Bebauungsplanverfahren äußert. Die Wünsche würden dann im Rahmen einer Abwägung gewürdigt.

Der Baubürgermeister bezweifelt, dass die Stadt eine härtere Gangart einschlägt, falls es mit dem Grundherrn keine Einigung gibt. Eine Enteignung werde nicht angestrebt. Zumal die Stadt ein Verfahren nicht unbedingt gewinnen würde: "Ein dringendes öffentliches Bedürfnis", wäre nach Schusters Ansicht nur schwer nachzuweisen, da die vorhandenen Weg zwar länger und lauter sind, aber insgesamt bisher funktionieren.

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