Kunstverein Eislingen zeigt Arbeiten seiner Mitglieder

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Die Eröffnung der Jahresausstellung des Kunstvereins Eislingen lockte zahlreiche Besucher, darunter viele Künstler, an.  Foto: 

Alle zwei Jahre demonstriert der Kunstverein Eislingen mit der Jahresausstellung seiner Mitglieder sein facettenreiches Innenleben. Gesichter lügen nicht. Manch einer hat mehrere und der Kunstverein Eislingen allein, entsprechend der Zahl seienr Mitglieder, wenigstens 150.

Alle zwei Jahre lässt der Verein sich ins offene Gesicht schauen und beweist in einer Jahresausstellung seiner Mitglieder, welch facettenreiches künstlerisches Innenleben in ihm steckt. 32 Mitglieder sind es diesmal, die Gesichter zeigen. In einer ausgewogenen Mischung aus Malerei und Zeichnung, fotografischen und Objekt-Arbeiten. Der Verein wächst. Neue Gesichter sind darunter. Wie das der gebürtigen Kölner Künstlerin Bettina Pradella, der in der Eislinger Ausstellung gleich eine eigene Ausstellungskoje eingeräumt wird. Zu Recht. Obwohl gerade sie in ihren Arbeiten Gesichter mit Kabelsträngen, Gurten oder Plastiktüten verhüllt und den Betrachter erst recht auf das, was sich dahinter verbirgt neugierig macht.

Die Eislinger Ausstellung beeindruckt durch ihre Vielfalt, die von abstrakt (Walter Veil) bis verträumt (Marianne Sturm), von (mit Kugelschreiber von Stefan Renner) gezeichnet bis fotografiert (raum- und zeitlos von Horst Alexy) reicht. Struktur-Arbeiten (Sylvia Mehlbeer verleiht zarten, gepressten, getrockneten Lauchblättern ein kompaktes und hölzernes Erscheinen) und Skulptur-Arbeiten (Roland Higelin formt keramische Torsi) sind zu sehen. Genauso wie Verschmitztes (Sigi Wagner), Verdunkeltes (Scarlett Wölz’s Fahrtenbilder in Fine Art Print), Erleuchtetes (Rainer Werner mit Licht-Zeichnungen) und Fadenscheiniges (Roxana Oszkiel mit fadenbestickten Collagen).

Kunst ist der unsichtbare Faden, der den Eislinger Verein seit 32 Jahren zusammenhält. Dieses Faden-Prinzip unterlegt auch Helmut Aichele seinen Werken und vernäht und verbindet in seinen Objekten und Zeichnungen Drahtgeflechte und Leinwände. Ihm ist in der Eislinger Ausstellung ebenfalls eine Koje gewidmet. Wie auch dem gebürtigen Rumänen und Bildhauer Otto Kruch und der Grabenstetter Mathematikerin und Künstlerin Lene Rose Gruner. Kruchs tierische, mit Metaphern gespickte Bronzeplastiken bestechen durch ihre filigrane und detaillierte Leichtigkeit. Und wie herum man den Kopf auch dreht und wendet, die Bilder von Lene Rose Gruner gewähren immer neue und andere Ansichten. Denn es ist die Absicht der Künstlerin, ein Netzwerk von eindeutigen Mehrdeutigkeiten zu schaffen. Weil eine jede Ansicht wahr ist.

Neben den erwähnten Künstlern stellen aus: Hans Jörg Bückle, Petra Christ, Joachim Datko, Maks Dannecker, Brigitte Eppinger-Haslbauer, Hannelore Erz, Thomas Faupel, Beate Holzwarth, Walter Jascht, Barbara Koate, Paul Kottmann, Gudrun Niethammer, Christiane Steiner, Heidrun Storz, Anke Stumpp, Gerhard van der Grinten, Doris Vogel, Elke Weccard. Hans Steinherr

Info Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 16-18 Uhr, So. und Feiertag 14-18 Uhr
(bis 10. Dezember).

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