Fahrer in Eislingen müssen sich erst umstellen

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Am Anfang muss man Abwarten“, sagt Winfried Reifenschweiler. Es dauere eben ein Weilchen, bis sich Autofahrer auf die neue Situation eingestellt haben. Daher bleibt der Leiter des Eislinger Ordnungsamts vorerst gelassen. Er möchte die neuen Verkehrsströme, die sich aus Sperrung des Ostteils der Stuttgarter Straße ergeben, erst einige Zeit beobachten. Reifenschweiler befürchtet aber, dass mit dem Durchfahrt-Verboten-Schild an der Einmündung der Holzheimer in die Stuttgarter Straße der Schleichverkehr über den Kronenplatz kaum zu verhindern ist.  Denn dort steht auch „Anlieger frei“. Das sei kaum zu kontrollieren.

Immerhin scheint sich Reifenschweilers Erwartung, dass sich die Fahrer allmählich anpassen, zu bestätigen. „Es fahren nicht mehr so viele durch. Damit kann ich leben“, sagt Regina Klaiber, die von ihrem Reisebüro aus den Schleichverkehr über den Kronenplatz im Blick hat. „Das war wahnsinnig“, meint sie mit Blick auf den Beginn der Bauarbeiten. Am Dienstagnachmittag sei ein Lastwagen im Bereich der Stadthalle fast stecken geblieben. Gestern hat Klaiber beobachtet, wie ein Fahrer in der Spielstraße überholt hat: „Das gibt’s doch nicht.“ Die Stadt war schon mit „Blitzern“ auf dem Kronenplatz, um die Schrittgeschwindigkeit zu überwachen. „Wenn aber alle in Kolonnen fahren, bringt das nicht viel“, stellt Reifenschweiler fest.

SPD-Stadtrat Peter Ritz hat vorgeschlagen, die Ampeln an der Hirschkreuzung während der Sperrung der Stuttgarter Straße auszuschalten.  Die Ampel sorge im Nord-Süd-Verkehr für vermeidbare Staus, findet Ritz. Das sieht Reifenschweiler anders. Man müsse auch an die Fußgängerampel an der Scheerstraße denken. Zudem komme der Verkehr zweispurig zur Kreuzung. Auch andere Verkehrsexperten hätten große Bedenken.

Die Steuerung der Eislinger Ampeln blieb trotz der Baustelle unverändert. Das wird an der Walachei deutlich, wo jetzt viel weniger Verkehr auf der Stuttgarter Straße fährt. Die Nord-Süd-Richtung über die Westtangente dient während der Sperrung hingegen als Umleitung. Die Ampelanlage kann aber nur in Grenzen flexibel aufs Verkehrsaufkommen reagieren, erläutert Tiefbauamts-Chef, Anton Frey. Von und zur Stuttgarter Straße fließt der Verkehr, während sich Autofahrer in Richtung Westtangente oft drei, vier Ampelphasen gedulden müssen. Die Steuerung zu ändern, sei sehr difizil. Da müsse das Regierungspräsidium mitspielen, erklärt Frey.

Tiefbau In dieser Woche hat in Eislingen der Rückbau des östlichen Abschnitts der Stuttgarter Straße begonnen. Nachdem die Baufirma am Montag und Dienstag die Baustelle eingerichtet hat, werden jetzt vor allem Leitungen verlegt.

Fristen Aus Sicht von Tiefbauamts-Chef Anton Frey kommt die Firma gut voran. Die Arbeiten müssen bis zum Stadtfest Mitte Juli fertig sein. Danach beginnt die Sanierung der Westtangente. Frey ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird.  

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