Klaus Heininger will erfolgreiche Arbeit fortsetzen

Der Eislinger Oberbürgermeister Klaus Heininger erläutert seine erneute Kandidatur. Er erhält kräftige Unterstützung aus dem Gemeinderat.

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Klaus Heininger möchte im Eislinger Rathaus seine Arbeit als Oberbürgermeister fortsetzen. Er kündigt für die Wahl im März 2017 eine erneute Kandidatur an.  Foto: 

Viel erreicht – noch viel zu tun“, hat Klaus Heininger seine persönliche Erklärung betitelt, mit der er am Montag im Gemeinderat ankündigte, dass er sich erneut ums Amt des Eislinger Oberbürgermeisters bewerben wird. Eine formale Bewerbung konnte er freilich noch nicht abgeben, da die Bewerbungsphase erst in einigen Monaten beginnen wird. Der Wahltag für den zunächst ersten Durchgang ist für 11. März 2018 vorgesehen. Erreicht kein Bewerber die absolute Mehrheit, folgt eine zweite Runde, in der die relative Mehrheit der Stimmen reichen würde.

Im kommenden Jahr endet für den 56-jährigen Heininger die erste achtjährige Amtszeit an der Spitze der Eislinger Stadtverwaltung. In seiner Erklärung im Gemeinderat hat er die Arbeit der vergangenen gut sieben Jahre in fünf Themenbereichen zusammengefasst. „Die für alle augenscheinlichste Entwicklung“ hat der OB den baulichen und städtebaulichen Part charakterisiert. Er führte unter anderem das neue Rathaus und das Geschäftshaus im Zentrum, die Erschließung des Gewerbegebiets Eichenbach in „Rekordzeit“ und den Kauf  des Haug-Areals an: „Ein lang, lang gehegter Wunsch.“

Die Benachrichtigung der Einwohner bei anstehendem Ablauf des Passes, die bessere Einbindung der Bürger in städtische Projekte übers Forum Stadtentwicklung, aber auch längere Rathausöffnungszeiten sind Beispiele, die der OB unter dem Stichwort „Service, Bürgernähe“ anführte: „Vor sieben Jahren hat das Rathaus um 11 Uhr geschlossen.“ Verbesserungen in der Kinder- und Jugendarbeit, das Stadtmarketing waren weitere Beispiele der Bilanz.

„Eine Stadt muss sich daran messen lassen, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht“, sagte der OB beim Thema „soziales Engagement“. Er sprach die Inte­grationsarbeit, das Demenznetzwerk, die „Stadt der Vielfalt“ und die kurz vor dem Abschluss stehende Initiative „Fair Trade Stadt“ an.

Sein Fazit: Vieles habe einen positiven Verlauf genommen, ohne dass darunter die Finanzen gelitten hätten. Heininger kommt zum Schluss, dass er die „erfolgreiche Arbeit“ zusammen mit dem Gemeinderat, den Verwaltungskollegen und den Bürgern gerne fortsetzen möchte.

Was die Bürger denken, ist offen, im Gemeinderat fand der OB viel Zustimmung bei den Vorsitzenden der CDU-, FW- und SPD-Fraktion. „Wir freuen uns, dass Sie wieder antreten nach sieben erfolgreichen Jahren“, erklärte Manfred Strohm (CDU). „Die Freien Wähler unterstützen Sie. Wir freuen uns auf weitere acht Jahre“ meinte Andreas Cerrotta. „Ich kann nur zustimmen“, ergänzte Peter Ritz (SPD). „Sie können weiter machen, obgleich es anfangs nicht so gut lief“, sprach Ritz sein zunächst angespanntes Verhältnis zu Heininger an. Ulrike Haas (Grüne), die vor knapp acht Jahren gegen Heininger kandidiert hatte, äußerte sich nicht.

Kommentar Seite 15

Ein KOMMENTAR von Daniel Grupp: Heiningers gute Bilanz

Wie erwartet, hat Klaus Heininger angekündigt, dass er auch im nächsten Jahr wieder ums Amt des Eislinger Oberbürgermeisters kandidiert. Die Stadt steckt mitten im Umbruch, Heininger hat einen Modernisierungsprozess vorangebracht, viel erreicht. Es ist aber auch noch viel zu tun.

Wegen der Arbeitsbelastung hat er dennoch überlegt, nicht noch einmal eine weitere Amtsperiode anzustreben. Das Familienleben komme zu kurz. Andererseits fühlt sich der 56-jährige Waldstetter noch zu jung und tatkräftig, um schon in den Ruhestand zu gehen. Im Interview hat er deutlich gemacht, dass er noch viele Ideen hat, um Eislingen weiter zu entwickeln.

Deren Umsetzung könnte ihm um so leichter fallen, da sich die Sprecher der drei größeren Gemeinderatsfraktionen alle hinter ihn gestellt haben. Das ist bemerkenswert, da sich Heininger vor acht Jahren als unabhängiger Bewerber ohne Parteiunterstützung durchgesetzt hat. Sein Verhältnis vor allem zu Peter Ritz war jahrelang belastet.  Das letzte Wort haben aber nicht die Stadträte, sondern die Wähler. Sie werden Heiningers Arbeit am Wahltag bewerten. Trotz Heiningers guter Bilanz ist den Eislingern zu wünschen, dass sich auch andere ernsthafte Kandidaten finden, damit ums OB-Amt ein munterer Wahlkampf der  Ideen entstehen kann.

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Wahl Vor acht Jahren setzte sich Klaus Heininger gegen drei Konkurrenten im zweiten Wahlgang durch. Er hatte schon im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten. Er wurde Nachfolger des langjährigen Bürgermeisters Günther Frank.

Bürgermeister Vor Eislingen war Heininger Bürgermeister von Birenbach. In Eislingen bekam Heininger mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 2012 den Titel Oberbürgermeister.  

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