RANDNOTIZ: Vollgas im Tunnel

Haben die beiden Blitzer vor dem Eislinger Heimttunnel ihren Zweck erfüllt, die Lärmbelästigung auf der B10 zu verringern? Ohrenscheinlich nicht, findet Redakteurin Sandra Schröder im Meinungsbeitrag.

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Das Abendlicht taucht das Wohngebiet Kirchenäcker in Holzheim in sanfte Farben, die Anwohner genießen draußen ihr Wochenendbierchen, die Vöglein zwitschern – und fliegen dann plötzlich erschrocken davon. Ein lautes Knattern, Röhren, Brüllen schallt von der B 10 herüber. Ein Motorradfahrer ist mal wieder im nahen Eislinger Heimttunnel durchgestartet. Seit die stationären Blitzer dort vergangenen Sommer in beiden Fahrtrichtungen vor dem Tunnel aufgestellt wurden, ist die Fahrbahn schwarz gezeichnet. Bremsspuren zeugen davon, wie kräftig hier in die Eisen gegangen wird. An und für sich ist das gut. Die Blitzer für 184.000 Euro sollten laut Eislinger Verwaltung die Verkehrssicherheit erhöhen und die Lärmbelästigung reduzieren. Ob sich das aber bewährt hat?  Das Problem: Aus Richtung Süßen/Salach kommend geht es bergab nach Eislingen/Göppingen. Nach der langgezogenen Kurve zwingt die Radarfalle die Verkehrsteilnehmer vor dem Tunnel zum Abbremsen, wenn sie schneller als 100 Stundenkilometer auf dem Tacho haben. Danach wird aber im Tunnel wieder mit Vollgas beschleunigt. Und das ist dann ohrenscheinlich noch lauter als früher. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Blitzer nicht vor, sondern am Ende des Heimttunnels aufzustellen, damit Raser nicht in der Röhre wieder beschleunigen, so dass in Holzheim die Spatzen scheu werden.

Leiden Sie unter Verkehrslärm von der B 10? Haben die beiden Eislinger Blitzer ihrer Meinung nach ihren Zweck erfüllt? Schreiben Sie an das NWZ-Leserforum per Mail an: redaktion.nwz@swp.de

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