Leseangebot zum Nulltarif: Öffentlicher Bücherschrank für Eislingen

Auf dem Eislinger Schlossplatz wurde am Donnerstagabend ein öffentlicher Bücherschrank eingeweiht. Er hätte einen schönen „Platz im Herzen der Stadt.“

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In violetten Farben erstrahlte die neue Bücherbox in Eislingen bei der offiziellen Einweihung.  Foto: 

Von kaltem und windigem Wetter ließ sich am Donnerstagabend kein Besucher beeindrucken. Über 50 Leute versammelten sich auf dem Eislinger Schlossplatz, um die Enthüllung des noch verdeckten Bücherschrankes zu bestaunen. Mit einem Musikstück, das Lehrer der Musikschule spielten, begann die Feier.

Nach einer Ansprache von Oberbürgermeister Klaus Heininger und ein paar Worten der Eislinger Autorin und Ideengeberin der Aktion, Tina Stroheker, enthüllten beide zusammen den noch verpackten Bücherschrank.

Das Prinzip ist einfach, erklärt die Leiterin des Eislinger Kulturamts, Maria-Luise Schäfer. „Man darf Bücher herausnehmen, muss aber nichts dafür bezahlen, oder kann andere Bücher hineinstellen.“ Für die Betreuung des Schrankes würden Bücherpaten sorgen, erklärte Schäfer. Etwa 20 freiwillige Paten gebe es momentan und ihre Aufgabe sei es, regelmäßig nach der Bücherbox zu schauen. „Die Idee ist, dass sich die Paten später untereinander organisieren“, schildert Schäfer. Genaueres werde bei einem anstehenden Treffen besprochen.

Die Bücherpaten sind sehr begeistert von der Aktion – zum Beispiel Silvia Leinweber: „In anderen Städten gab es schon so ein Angebot und es war schade, dass es das in Eislingen nicht gegeben hat“, erzählt sie. „Als ich von dem Angebot in der Zeitung erfahren habe, meldete ich mich sofort.“ Inge Scholz sagte: „Es ist eine klasse Idee, denn Bücher dürfen nicht einfach im Mülleimer verschwinden.“

Auch der Standort der Bücherbox hätte eine besondere Bedeutung. „Ein Platz im Herzen der Stadt“, meint Heininger, denn am Schlossplatz kämen sehr viele Leute vorbei, vor allem Pendler. Während sie auf ihren Zug warten müssen, können sie zugreifen.

Menge In der Bücherbox zählte Maria-Luise Schäfer etwa 120 Bücher. Im Büro lägen zwei bis drei Mal so viele.

Sicherheit Bedenken wegen Vandalismus habe man nicht, erklärt Schäfer. Man hätte sich bei Städten erkundigt, die einen öffentlichen Bücherbox hätten: „Die Erfahrung zeigt, dass erstaunlich wenig passiert“

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