Die Eislinger Blitzer machen sich bezahlt

Mehr als 40.000 Autofahrer wurden an den Eislinger B10-Blitzern erwischt, seit die Radarfalle Mitte 2016 aufgestellt wurde.

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Viele Ortskundige haben sich inzwischen an die beiden Blitzer am Heimttunnel an der B 10 bei Eislingen gewöhnt. Sie wissen, dass sie vom Gas gehen müssen. Dennoch werden immer noch viele Fahrer, die zu schnell unterwegs sind, erwischt. Seit der Inbetriebnahme am 9. Juli 2016 bis 3. August 2017 hat die Stadt 42.868 Verstöße registriert, wobei mehr als neun Millionen Fahrzeuge in dem Zeitraum an den Blitzern vorbeifuhren.

Seit die Anlage in Betrieb ging, blitzte sie neun Autos, die mehr als 70 Stundenkilometer zu schnell waren. Der schnellste Fahrer wurde diesen Juli erwischt. Er ist mit Tempo 188 geblitzt worden. „Abzüglich der Toleranz ergibt das eine dem Bußgeldverfahren zu Grunde zu legende Geschwindigkeit von 182 Kilometer in der Stunde. Also eine Überschreitung von 82 Stundenkilometern“, erklärt Martina Müllner vom Eislinger Ordnungsamt. „Demzufolge war die höchste Geldbuße bisher 600 Euro.“

183 Fahrer haben bereits ihren Führerschein abgeben müssen, weil sie am Tunnel geblitzt wurden. Sie lagen nämlich um mindestens 41 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Tempo 100. Dann wird ein Regelfahrverbot ausgesprochen. Weitere Fahrer haben ihr Flensburger Punktekonto überschritten, weil sie in Eislingen erwischt wurden. Diese Fahrer „werden jedoch zahlenmäßig nicht erfasst“, betont Müllner.

Sie stellt fest, dass die Zahl der Verstöße steigt „wenn vermehrt Ortsunkundige unterwegs sind“, erklärt Martina Müllner, zum Beispiel an Ferienwochenenden. Pendlern und Ortskundigen sei der Standort inzwischen bekannt.

Weil alle Bußgelder aus Verstößen im Straßenverkehr in Eislingen in eine gemeinsame Kasse fließen, kann Martina Müllner nicht genau sagen, wie viel Geld allein durch die Blitzer am Heimttunnel in die Stadtkasse fließt. Man könne aber mit Sicherheit sagen, dass sich die Blitzanlage schon „abbezahlt“ habe, erklärt Müllner.

Im vorigen Jahr wurden insgesamt mehr als 870.000 Euro als  Buß- und Verwarnungsgelder eingenommen. 2017 sind 800.000 Euro vorgesehen. 2015, bevor die Blitzer aufgestellt wurden, lagen die Einnahmen bei 314.000 Euro. 

Da manche Fahrer vor den Blitzern stark abbremsen und danach im Tunnel beschleunigen, kann es auch ganz laut werden. Eislinger Anwohner hätten sich aber bisher nicht über einen davon hervorgerufenen Verkehrslärm beschwert.

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