Breite Radwege für alte B 10

Während der Rückbau des westlichen Teils der Stuttgarter Straße fast fertig ist, wird jetzt der Umbau des Ostteils der Ulmer Straße geplant.

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Die Ulmer Straße am Ostende von Eislingen ist immer noch auf Verkehrsmengen ausgelegt, die dort heute nicht mehr fahren. Deswegen wird die Straße im nächsten Jahr zurückgebaut.  Foto: 

Der Umbau der Verkehrswege in Eislingen geht weiter. Im kommenden Jahr ist der östliche Teil der Ulmer Straße dran. Es handelt sich um den Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr an der Osttangente und dem Kreisel mit dem Fischsaurier am Zubringer zur neuen B 10. Das Eislinger Stück ist nur ein Teil des Rückbaus der alten Bundesstraße zwischen Eislingen und Süßen. Da Ende des Jahres die Umgehung von Süßen (B 466 neu) fertig sein soll, kann 2017, vermutlich im zweiten Halbjahr, der Rückbau der alten B 10 weiter gehen.

Dafür gibt es schon Pläne, die aber nicht mehr zeitgemäß sind. Beabsichtigt war, auf der Südseite nur einen schmalen Gehweg anzulegen und auf der Nordseite einen 4,2 Meter breiten Zweirichtungsradweg. Der Geh- und Radweg sollte durch einen Grünstreifen von der Straße getrennt werden. Die neue Planung sieht einen jeweils drei Meter breiten Geh- und Radweg auf beiden Straßenseiten vor. Beidseitig wird es drei Meter breite Grünstreifen mit Bäumen geben. Eine Fahrspur wird noch 3,5 Meter breit sein.

Mit dem Umbau werden auch die Bypässe am Saurierkreisel verschwinden. Die Flächen sollen den Radwegen zugeschlagen werden. Das sei wegen des starken Rückgangs des Verkehrs möglich, sagte Oberbürgermeister Klaus Heininger. Der Bypass locke nur Verkehr in die Innenstadt. Verschwinden wird auch die Fußgängerunterführung zwischen Karl-Liebknecht- und Haldenstraße. Sie wird durch eine oberirdische Querungshilfe ersetzt werden. Der Ausschuss für Technik und Umwelt hat am Montag die veränderte Planung einstimmig gebilligt.

Auf der Westseite der Stadt soll 2017 die längst beschlossene Verbindung von der Daimlerstraße zum Zubringer der B 10 gebaut werden. Das wird die Kreuzung der Steinbeis- mit der Stuttgarter Straße entlasten. "Wir haben die Förderzusage. Wir wollen das schnell anpacken", kündigte Heininger an.

Diese Veränderungen, zu denen auch Tempo 30 auf den Verkehrsachsen der Stadt, die Radverkehrsplanung und die Mühlbachtrasse gehören, fließen alle in den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt ein, den Michael Preuß vom Büro Modus Consult vorgestellt hat. Auf dieser Grundlage sollen Ziele und Handlungskonzepte entwickelt werden, erklärte der OB.

Preuß untersuchte auch die Auswirkung einer Straßenverbindung zwischen der Industrie- und der Schillerstraße. Die Stadträte hatten sich davon eine Entlastung der Innenstadt von Lastwagen erhofft. Der Verkehrsplaner hat aber davon abgeraten, da dadurch auch neue Lastwagen von Osten her in die Stadt gezogen werden könnten. Diese Idee wird daher nicht mehr weiter verfolgt.

Relativ positiv bewertet Preuß eine Geh- und Radverbindung zwischen Rosenstein- und Schillerstraße. Dazu müsste eine Brücke über die Fils und eine Bahnunterführung gebaut werden. Unter "optimalen Bedingungen" könnten in Eislingen 700 Autofahrten wegfallen. Wann die Verbindung gebaut wird, ist noch offen. Die Ausschussmitglieder wollen aber ins Planfeststellungsverfahren einsteigen.

Lesetipp Anwohner für Rückbau der alten B 10

Zahlen und Konzepte zu den Verkehrsströmen

Ulmer Straße Im Ostteil der Ulmer Straße waren im Jahr 2000 rund 28.500 Fahrzeuge unterwegs. Inzwischen hat sich die Verkehrsmenge halbiert. Deshalb kann die alte B 10 deutlich schmaler werden, wenn der neue B 466-Abschnitt in Betrieb geht, der die Autos aus dem Lautertal direkt zur neuen B 10 bringt.

Radverkehr Mit einem besseren Netz für Radfahrer hofft die Stadt, den Autoverkehr weiter zu verringern. Dazu zählen schnelle Radwege entlang der alten Bundesstraße sowie ein Veloring rund ums Zentrum. Zum Ring gehört die Verbindung zwischen Schiller- und Rosensteinstraße. Weil Bahn und Fils im Weg sind, wird die Passage teuer. Die Planer erwarten, dass täglich 1300 Radfahrer und 700 Fußgänger die neue Verbindung nutzen würden.

SWP

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