Bilanz fällt eher durchwachsen aus

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In die eine Tasche rein, aus der anderen wieder raus. Das Beispiel des Stromverbrauchs der Stadt Eislingen zeigt die Tücken, die der Energiebericht des vergangenen Jahres in sich birgt. Die Kommune hat in den vergangenen Jahren kräftig in die Umstellung ihrer Straßenbeleuchtung auf LED investiert und von 2003 bis 2015 kontinuierlich Kosten gesenkt. Jedoch ist 2016 der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent gestiegen. Der Grund: Mit dem Umzug ins neue Rathaus wurde die EDV der Stadtverwaltung mit leistungsfähigeren Servern ausgestattet, die nicht zuletzt durch aufwändigere Kühlung den Stromverbrauch in die Höhe schnellen lassen. „Was wir durch die LED-Beleuchtung sparen, wird durch die EDV mehr verbraucht“, sagte der städtische Energieberater Daniel Kugel in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt.

Auch in anderen Bereichen fällt die Energiebilanz für das Jahr 2016 eher durchwachsen aus. Nach jahrelanger Reduzierung ist auch der Wärmeverbrauch wieder gestiegen – von rund 4,839 auf rund 5 Millionen Kilowattstunden. Das liege vor allem daran, dass auch die Flächen der städtischen Immobilien stark gewachsen sind, erklärte Kugel. Dazu zählen nicht nur das neue Rathaus, sondern auch Erweiterungen wie die Schiller-Grundschule und eine höhere Nutzungsfrequenz der Räume durch Ganztagesbetreuung und randvolle Kindergärten. Und im Feuerwehrmagazin werde inzwischen die Fahrzeughalle geheizt, weil es im Winter oft Probleme beim Starten der Fahrzeuge gegeben habe. „Man darf also nicht nur die nackten Zahlen sehen, sondern auch die gestiegenen Anforderungen“, lautete Kugels Fazit.

Noch keine belastbaren Vergleichszahlen gebe es für das alte und neue Rathaus, da die Stadtverwaltung erst im Mai ins neue Verwaltungsgebäude umgezogen ist. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Strohm fragte nach den Verbrauchsprognosen für den Neubau. Da gebe es noch einige Kinderkrankheiten in der Technik. Auch der Umgang mit der neuen Heizung müsse sich erst noch einspielen, „wenn alles richtig läuft, haben wir gute Zahlen“, sagte Kugel. Indes sei die Verwaltung unermüdlich dabei, bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für einen sparsamen Umgang mit Energie zu schärfen.

„Ohne Sie und Ihre Kollegen würden wir mehr verbrauchen“, sagte Grünen-Stadtrat Holger Haas an Kugel gewandt. Jedoch sei in puncto Energiesparen „ein bisschen mehr Ehrgeiz“ angebracht, merkte Haas an.

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