Beim Abschied fließen auch Tränen

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Eltern und Kinder bedankten sich bei den langjährigen Fahrern, Josef Müller (l.) und Renate Dangelmaier (4.v.r.).  Foto: 

„Halt“ schreit es vom Fahrersitz und der kleine Junge, der gerade auf seinen Tret­roller steigt, zuckt erschrocken zusammen, „s´isch doch Freidag, Du kriegsch doch no Dein Schok­lädle.“ Die Miene des Kleinen hellt sich schlagartig auf und strahlend rennt er zum Bus zurück und nimmt seine Kinderschokolade in Empfang. Erst wenn alle Kinder ihr Wochend-Hupferl in den Händen halten, fährt „Sepp“, wie die Kinder und Eltern aus Krummwälden den Busfahrer freundschaftlich nennen, weiter.

Wie jeden Wochentag hatte  Sepp alias Josef Müller die Kinder aus den Kindergärten Christuskirche und Sankt Michael morgens am Feuerwehrhäusle in Krummwälden abgeholt und wieder zurück gebracht. Jahrzehntelang fuhr er leidenschaftlich den Kindi-Bus – immer im Wechsel mit Renate Dangelmaier, der „Frau der ersten Stunde“, die mehr als 40 Jahren dabei war.  Die beiden Chauffeure der Krummwäldener Kinder brachte daher nichts mehr so leicht aus der Ruhe. Ob „Atemlos“ oder „Aber bitte mit Sahne“ – die Musikauswahl im Bus sorgte immer für gute Laune bei den Jüngsten.

Jedoch gehört der Kindergarten-Bus nun der Vergangenenheit an. Da im kommenden Schuljahr nur ein Kind aus Krummwälden in einem Eislinger Kindergarten gemeldet ist, hat die Stadt Eislingen den Beförderungs-Betrieb eingestellt. Die Krummwäldener Eltern und Kinder wollten „ihre“ Busfahrer jedoch nicht ohne einen gebührenden Abschied gehen lassen und organisierten eine Verabschiedung an der Haltestelle. Bei der Übergabe des „Bus-Kuchens“ und der Geschenke sah man dann doch die eine oder andere Träne bei den Anwesenden aufblitzen.

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