142 Kilo Handarbeit für den Festschmaus

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1006 Maultaschen und 70 Kilo Kartoffelsalat fertigte die AWO für die hungrigen Gäste.  Foto: 

Original schwäbische Maultaschen mit Kartoffelsalat ließen sich die Besucher am Sonntagmittag in der Eislinger Stadthalle schmecken. Zweimal im Jahr lädt die Eislinger AWO, Verband für soziale Arbeit, zum Gaumenschmaus ein. Dieses Mal bekochten die AWO-Mitglieder die Besucher des traditionellen „Herrgottsbscheißerle-Festival“ zum 25. Mal mit dem Schwäbischen Nationalgericht. Anlässlich des Jubiläums begleitete die Swing-Tonic-Big-Band den Mittag und sorgte für eine gemütliche Atmosphäre.

Die Halle brummte, die meisten der 288 Plätze, verteilt auf 34 Tische, waren zur Mittagszeit mit hungrigen Besuchern belegt. „Wir haben viele Dauergäste, die immer wieder kommen“, berichtet der AWO-Vorsitzende, Harald Kraus. Bestätigen kann das auch Waltraud Schnell aus Holzheim, die noch auf der Suche nach einem Platz ist: „Ich war schon sechs oder sieben Mal dabei und das Essen war immer sehr gut.“

Das bezeugten auch die zufriedenen Gesichter der Gäste. „Es war klasse, wirklich sehr lecker“, sind sich drei Besucherinnen einig, zumal es beim gemütlichen Zusammensitzen gleich noch viel besser schmecke. Weniger beschaulich geht es hinter den Kulissen zu. In der Küche sorgt das sechsköpfige Küchenteam um Anni Dießenbacher dafür, dass alle Gäste mit dem schwäbischen Traditionsessen versorgt werden und keiner lange warten muss. Rund 1000 Maultaschen sollen über den Tisch gehen, schließlich werden erfahrungsgemäß bis zu 400 hungrige Gäste erwartet, wie Kraus mitteilt.

Eine strukturierte Vorbereitung sei bei solchen Mengen das A und O für einen reibungslosen Ablauf. Deswegen trafen sich die Organisatoren drei Tage vor der Veranstaltung. Einen ganzen Tag lang standen die Helfer in der Küche und verarbeiteten 24 Kilo Teig und 48 Kilo Füllung aus Hackfleisch, Brät und verschiedenen Gewürzen zu Maultaschen. Dazu kamen noch massenhaft Kartoffeln für den Salat, die gekocht und geschält werden mussten.

Am Ende produzierte das Team 1006 Maultaschen und 70 Kilo Kartoffelsalat. Essen in Hülle und Fülle, aber nach zwölf Jahren Erfahrung wissen die Köche, dass alles wegkommt. Die Teigwaren wurden eingefroren und am Sonntag mit Brühe serviert. „Heut muss alles ganz schnell gehen“, sagt Dießenbacher. Nach 24 Maultaschenfestivals sind sie ein eingespieltes Team. Stress in der Küche? Fehlanzeige. „Jeder weiß, was er zu tun hat.“ Zum Jubiläum hatte sie noch eine Überraschung auf Lager: Eine selbstgebackene Jubiläumstorte, die am Nachmittag zum Kaffee serviert wurde.

Im Service unterstützt wurde das AWO-Team von einigen Schülerinnen der Eislinger Silcherschule. „Alleine würden wir das mit unseren Leuten aufgrund der Altersstruktur nicht schaffen“, sagt Kraus, der sich über die Unterstützung freut. Auch Oberbürgermeister Klaus Heininger packte für den guten Zweck tatkräftig mit an und half bei der Bewirtung der Gäste. Der Erlös kommt der Förderung örtlicher Sozialprojekte zugute. Dieses Mal wird wieder das Kinderzeltlager des AWO-Jugendwerks unterstützt.

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