Folger startet durch: Platz sechs als Befreiung

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Jonas Folger landete beim MotoGP-Rennen in Barcelona auf Platz sechs. Foto: Theo Karanikos/Archiv

Nach dem besten MotoGP-Rennen seiner noch jungen Karriere kochte die Stimmung in Jonas Folgers Garage fast über.

Der sechste Platz des Neulings in der Motorrad-Königsklasse beim WM-Lauf in Katalonien wirkte im Tech3-Yamaha-Team wie eine Befreiung. Zuvor hatte Folger immer im Schatten seines Teamkollegen Johann Zarco gestanden. „Jetzt hat das Motorrad den Speed, den ich brauche, um vorne mitzufahren. Heute war endlich der Tag, an dem ich ab der ersten Runde stark sein konnte“, sagte der Bayer.

Folger war in Barcelona allerdings der einzige deutsche Lichtblick. Die Siege gingen zum zweiten Mal hintereinander an den italienischen Piloten Andrea Dovizioso sowie an die Spanier Alex Márquez (Moto2) und Joan Mir (Moto3).

Nach der Hitzeschlacht von Barcelona war Folger komplett am Ende. Im Rennen hatte er zeitweise auf der vierten Position gelegen, doch er konnte den Platz wegen eines nachlassenden Reifens nicht bis zum Schluss halten. Aber auch Platz sechs wurde ausgiebig gefeiert. Teamchef Hervé Poncheral, der den Vertrag mit Folger bereits vor einer Woche um ein Jahr verlängert hatte, glaubt, dass von ihm noch viel zu erwarten ist. Durch seine Platzierung rückte Folger auch in der Gesamtwertung nach vorn und ist jetzt Achter.

In der Moto2-Klasse erlebten die beiden Deutschen Sandro Cortese und Marcel Schrötter ein Debakel. Beide Kalex-Piloten vom Dynavolt IntactGP-Team stürzten. Cortese hatte wie so oft die ersten Runden mit dem Motorrad gekämpft, ehe ihn ein Highsider ins Abseits beförderte.

Für Teamkollege Schrötter wäre ein sechster Platz möglich gewesen, obwohl er in der ersten Runde einen schweren Fahrfehler beging und ans Ende des Feldes zurückgefallen war. „Eine falsche Entscheidung und du bist weg vom Fenster. Ich konnte zwar immer weiter aufschließen, aber der Sturz in der vorletzten Runde hat alles vermurkst“, sagte Schrötter. Für die Top Ten in der Moto2-WM sei er allerdings bereit. „Der Ansatz war heute da“, betonte Schrötter.   

In der kleinen Moto3-Klasse lief auch in Barcelona für Philipp Öttl nichts nach Wunsch. Der 13. Platz war nicht nach seinem Geschmack. Er verzog sich nach dem Rennen zerknirscht in den Transporter und wollte niemanden sehen. Statt seinen 17. Platz aus dem Training zu verbessern, verdarb er sich er das Rennen schon in der ersten Schikane. Der KTM-Pilot fuhr Zeiten wie die Spitze, konnte von ganz weit hinten aber nicht viel ausrichten. Öttl bekam für seinen 13. Platz drei Punkte und ist jetzt Gesamt-13.

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