Frisch Auf feiert endlich den ersten Heimsieg

Gegen die HSG Wetzlar bleiben mit 28:25 erstmals in dieser Saison beide Punkte in der Göppinger Arena. Entsprechend groß ist der Frisch-Auf-Jubel.

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Exakt 56 Tage nach dem Anpfiff der Bundesligasaison haben die Handballer von Frisch Auf Göppingen am neunten Spieltag ihren ersten Heimsieg eingefahren. Groß war der Jubel nach dem 28:25 (15:11) über die HSG Wetzlar in der EWS-Arena. Trainer Rolf Brack, seit drei Wochen im Amt, machte sich freudestrahlend mit seinen Spielern auf die Ehrenrunde und wirkte auch in der La-Ola-Welle vor dem grün-weißen Fanblock mit. Der Sportliche Leiter Christian Schöne hielt fest: „Mit dem Weiterkommen im Pokal und diesen zwei Punkten ist das eine positive Woche.“

Vor 3500 Zuschauern starteten die Frisch-Auf-Profis exzellent in ihr viertes Heimspiel dieser Runde. Konsequent-aggressiv vereitelte die Abwehr viele Gäste-Aktionen schon im Ansatz und erhielt dafür früh Szenenapplaus, im Angriff wurden ebenso zielgerichtet erfolgversprechende Spielzüge eingeleitet und in Tore umgesetzt, wenn auch oft erst durch einen von am Ende 20 Strafwürfen, die die Schiedsrichter zu fast gleichen Anteilen aussprachen. Dabei zeigte sich Spezialist Marcel Schiller von seiner besten Seite und traf zehn Mal aus sieben Metern – auch in der keineswegs nervenschonenden Schlussphase, als die Partie noch einmal unnötig eng wurde, weil die Göppinger längst von ihrem erfolgreichen Weg des ersten Durchgangs abgekommen waren.

Über 3:0 und 5:1 (7. Minute) bauten die gut eingestellten Brack-Schützlinge ihre Führung auf 8:4 und 12:5 in der 22. Minute aus, für HSG-Trainer Kai Wandschneider „war das Spiel da schon fast gegessen“. Sein Göppinger Kollege steuerte seine Akteure lautstark auf dem Feld und suchte den Dialog auf der Bank, um Fehler abzustellen. Den jungen Daniel Rebmann nach seinen Paraden beim Pokal-Erfolg bei den Erlangern von Anfang an zu bringen, stellte sich als guter Schachzug heraus. Mit einem verdienten 15:11-Vorsprung ging Frisch Auf in die Pause.

Danach knüpfte Frisch Auf gleich an die erste Hälfte an und erhöhte auf 19:12 (38.), verfiel dann aber zunehmend in alte Muster und wartete ungeduldig mit schwachen Würfen und riskanten Anspielen auf, die prompt nicht ankamen, was die Mittelhessen auf 17:20 (42.) heranbrachte. Als nun Daniel Rebmann nach einer Behandlung auf dem Feld auf die Bank musste, schlüpfte Primoz Prost in eine Schlüsselposition für den ersten  Heimsieg der Saison. Der Slowene entschärfte in entscheidenden Momenten spektakulär Wetzlarer Wurfversuche. Frisch Auf hielt auch dem 19:21 (46.) stand und richtete sich in den zehn Schlussminuten an zwei Gewaltwürfen von Jens Schöngarth auf, der zum 24:20 und 25:22 (55.) traf, ehe der eiskalte Marcel Schiller noch drei Siebenmeter zum 28:25-Endstand beisteuerte, der von Mannschaft und Fans gemeinsam gefeiert wurde.

 Rolf Brack, der in der kritischen Phase auf ein Angriffsspiel mit zwei Kreisläufern umgestellt hatte, attestierte anschließend seiner Mannschaft, einen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Für den Frisch-Auf-Coach waren Jens Schöngarth und Primoz Prost mit ihren wichtigen Beiträgen die „Matchwinner“, Marcel Schiller lobte er für seine Strafwurfquote. „Entscheidend ist“, so Brack, „dass wir ein enges Spiel heute souveräner als gegen Erlangen heimgebracht haben.“

FA Göppingen: Rebmann, Prost (ab 42.); Kneule (2), Ritterbach, Damgaard (2), Bagersted (1), Sesum (1), Fontaine (1), Schiller (11/10), Pfahl, Rentschler (2), Schöngarth (4), Kozina (4).

HSG Wetzlar: Buric (1), Klimpke, Weber; Hermann (1), Kneer, Björnsen (5/1), Pöter (1), Ferraz, Mirkulovski, Volentics, Holst (6/6), Forsell (3), Kvist (5), Lindskog, Cavor (3), Kohlbacher.

SR: Thöne/Zupanovic (Berlin).

Zeitstrafen: 12:10 Minuten.

Zuschauer: 3500.

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