Schaffer mit Vorbildfunktion

Seit Jahrzehnten engagiert sich der ehemalige Vorsitzende Herbert Rees beim FC Heiningen. Für seine ehrenamtliche Arbeit wird er heute geehrt.

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Herbert Rees (l.) in Aktion: Gemeinsam mit Heinz Martin half der Heininger Funktionär im vergangenen Jahr bei den Vorbereitungen für das Pokal-Highlight gegen die Stuttgarter Kickers.  Foto: 

Die Zahlen sprechen für sich: Herbert Rees ist seit 41 Jahren Mitglied beim FC Heiningen, bestritt als Torwart über 500 Spiele für seinen Verein, war mehr als 25 Jahre lang Jugendtrainer und stand seinem Klub elf Jahre vor. Für sein langjähriges Engagement beim Fußball-Landesligisten wird der 61-Jährige am heutigen Donnerstag in Kirchheim im Rahmen der Aktion Ehrenamt des Deutschen Fußballbundes (DFB) als Bezirkssieger ausgezeichnet. Außerdem wird er als einer von sieben Ehrenamtlichen aus dem Bereich des württembergischen Fußballverbandes in den „Club 100“ des DFB aufgenommen.

„Darauf bin ich natürlich sehr stolz“, sagt der gebürtige Dürnauer und strahlt. Angefangen hat seine Fußball-Karriere bei seinem Heimatklub GSV Dürnau. Da der GSV keine eigene A-Jugend hatte, schloss man sich mit dem FC Heiningen zusammen. Im Aktivenbereich wechselte Rees komplett zum FCH. Seit dem schlägt sein Herz Gelb-Schwarz. In dem Voralb-Klub agierte Rees als Jugendtrainer, Kassenprüfer und Ausschussmitglied, ehe er schließlich im Jahr 2003 zum Vorsitzenden gewählt wurde.

„Ich wollte das eigentlich gar nicht machen, aber es hat sich niemand gefunden“, blickt Rees zurück. Sein Frau Anita hatte ihm schließlich grünes Licht gegeben. Der Dürnauer ging diese Aufgabe an, wie die vorherigen: mit viel Fleiß und Einsatzbereitschaft. In seine Amtszeit fielen der Bau des Kunstrasenplatzes hinter der ­Voralbhalle, der sportliche Aufstieg des Vereins bis in die Landesliga und der Bau des neuen Klubhauses, bei dem Rees eine ­federführende Rolle spielte. „Da habe ich enorm viel Arbeitszeit investiert“, erinnert sich Rees, der in Dürnau eine Kundendienstfirma für Haushaltsgeräte leitet.

Nach der Umstrukturierung des Klubs vor drei Jahren rückte der Vereinsschaffer ins zweite Glied und gehörte fortan dem Verwaltungsrat des FCH an. Mittlerweile ist Rees „nur“ noch ehrenamtlicher Hausmeister im Klubhaus. „Ich bin nach wie vor im Verein tätig, aber ich wollte raus aus der Verantwortung“, erklärt Rees, „ich habe meine Arbeit geleistet und bin zufrieden mit dem, was herausgekommen ist. Jetzt habe ich endlich mehr Zeit für mich und meine Frau“, sagt der Dürnauer, der auch politisch engagiert ist und seit 24 Jahren im Gemeinderat seines Heimatortes sitzt.

Nicht nur Herbert Rees, sondern die ganze Familie ist beim FC Heiningen ehrenamtlich engagiert. Seine Frau Anita leitet seit mehr als 20 Jahren die Frauenabteilung. Sohn Timo ist Abteilungsleiter bei den Herren, war auch schon selbst Fußballer, Jugendtrainer und Spielleiter. Sohn Niko hilft beim Internetauftritt des Klubs, und wenn Not am Mann ist, packen auch Herbert Rees’ Geschwister mit an, wie zum Beispiel beim Bau des neuen Klubhauses.

Sportlich wünscht der ehemalige Vorsitzende dem Landesliga-Team den Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga. Rees: „Sie haben es verdient und arbeiten sehr viel.“ Die Aufstiegschancen stehen nicht schlecht: Der FCH führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung an.

Ehrung Herbert Rees wird in den „Club 100“ des DFB berufen. Er zählt laut Verband damit zu den 100 Ehrenamtlichen, die sich ganz besonders im und für den Fußball in Deutschland engagieren. Neben einer Urkunde erhalten die Mitglieder Geschenke für die Jugendabteilung ihrer Vereine. Außerdem werden sie zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft inklusive Übernachtung und Galaabend eingeladen. Dem „Club 100“ gehört man ein Jahr an. Die Aktion Ehrenamt feiert 2017 ihr 20-jähriges Bestehen.

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