Staat verdient mehr an Rauchern

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Raucherin. Foto: Daniel Karmann  Foto: 

Der deutsche Fiskus hat mehr an Rauchern verdient. Im dritten Quartal wurden 7,2 Prozent mehr versteuerte Zigaretten produziert als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Damit lag die Menge bei rund 20,5 Milliarden Stück. Auch bei Feinschnitt, Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak gab es kräftige Zuwächse.

Insgesamt wurden Tabakwaren im Verkaufswert von 7,0 Milliarden Euro versteuert. Das waren 0,8 Milliarden Euro oder 12 Prozent mehr als im dritten Quartal 2016. Der Betrag ergibt sich aus den Steuerzeichen, die Hersteller ordern.

Auch die Tabaksteuereinnahmen des Staates legten kräftig zu. Sie stiegen im dritten Quartal auf 3,86 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entspricht einem Plus von 9,6 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

Die Daten geben aber wenig Aufschluss darüber, wie viel tatsächlich geraucht wird. Zudem machte sich nach Angaben der Wiesbadener Behörde die technische Umstellung auf größere Verpackungen und auf die Einführung von Schockbildern und größeren Warnhinweisen im vergangenen Jahr bemerkbar. Die Statistik sei daher verzerrt.

Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat die Nachfrage nach klassischen Zigaretten nachgelassen. Knapp 920 Fertigzigaretten rauchte jeder Bundesbürger statistisch gesehen im vergangenen Jahr, rund 100 Stück weniger als im Jahr 2012.

Mitteilung Destatis

DHS zu Tabakkonsum

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