Technologie: „Sniffphone“ untersucht Krebs-Atem

Sniffphone /Firmenbild JLM Innovation
Nicht gesetztDie Tübinger Firma JLM Innovation mit Sitz vor dem Kreuzberg hat den Innovation Award 2018 der Europäischen Kommission für „Most Innovative Project“ gewonnen. Grund dafür: Sniffphone, ein kompaktes Handheld-Gerät, in dem der Atem von Patienten zur Frühvorsorge von Krebs untersucht wird. Die Daten werden durch chemische Nanosensoren erfasst und per Bluetooth und Cloud den behandelnden Medizinern zur Verfügung gestellt. Der Vorteil: Die Anwendung ist komfortabel, schmerz- und risikofrei für den Patienten, einfach in der Anwendung für Mediziner und kostengünstig.
Das Sniffphone wird insgesamt von neun Partnern in sechs Ländern entwickelt. In Tübingen entstehen die Prototypen sowie Software, Apps und Algorithmen für das Messsystem. JLM Innovation integriert die einzelnen Komponenten der Partner mit seiner Elektronik zu einem smarten Handgerät. Das Projekt wird durch den Preisgewinn nun vom EU-Forschungsprogramm „Horizon 2020“ für Forschung und Innovation gefördert.
Beim Tübinger Technologieunternehmen sind aktuell 6 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Die kleine Firma ist auf Systemintegration für chemische Sensoren spezialisiert und ein international gefragter Experte für Smart Chemical Sensing. Geschäftsführer ist Jan Mitrovics.