Ulmer SPD fürchtet um Ruf des Donaufests

In sechs Wochen beginnt das 10. Internationale Donaufest. Seit Anfang der Woche ist das Programm öffentlich - allerdings zunächst nur online.

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In der Ulmer Friedrichsau läuft unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit die Spielzeit des Ulmer Zelts, während von dem in wenigen Wochen beginnenden Internationalen Donaufest bislang kaum jemand Notiz genommen hat. Es ist das zehnte seit der Premiere 1998, die Verantwortlichen feiern ein Jubiläum, doch bis jetzt war nur sehr wenig bekannt darüber, mit welchen Inhalten.

Erst vergangene Woche hat die SPD-Fraktion im Ulmer Gemeinderat in einer Anfrage an die Stadtspitze nachgefragt, was denn nun zu erwarten und warum das Programm "weiterhin ein Geheimnis" sei. Die Fraktion erinnert in ihrem Schreiben an die ursprüngliche Idee, mit dem Internationalen Donaufest "überregionale Strahlkraft" zu gewinnen und Touristen anzuziehen - und befürchtet, dass genau das nicht geschehe.

Seit Anfang der Woche steht das Programm nun und ist allerdings ohne öffentlichen Hinweis auf die Homepage des Donaubüros gestellt worden. Ende Mai soll das Programm gedruckt sein, erst am 9. Juni - so die interne Planung - wird sich Oberbürgermeister Gunter Czisch im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich dazu äußern. Czisch ist aus seiner früheren Zeit als Ulmer Finanzbürgermeister auch noch Geschäftsführer des Donaubüros.

Das 10. Donaufest sollte etwas Besonderes werden, so war im Vorfeld zu hören. Die Städte Ulm und Neu-Ulm haben ihre Zuschüsse erhöht und Ulm sogar noch einen Extrabetrag draufgesattelt, um jene Strahlkraft zu erlangen, um die die SPD fürchtet. Denn die Zeit dürfte bereits fast zu knapp sein, um das Großereignis sechs Wochen vor Start noch gewinnbringend zu vermarkten, und auch überregionale Gäste in die Doppelstadt zu locken.

Das Fest selber verläuft in gewohnten Bahnen. Im Stadtgebiet ist auf beiden Seiten der Donau der Markt der Donauländer aufgebaut mit dem Weindorf auf Ulmer und den bekannten Bühnen auf beiden Donauseiten. Neben dem vielfältigen kulturellen Programm wird es auch zwei Fachtagungen geben. Politisch wird beispielsweise das Thema Prostitution diskutiert (Veranstalter: vh), das Thema Flüchtlinge und Balkanroute und der Konflikt der EU mit Donauländern wie Ungarn fehlt vollständig.

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