Wald wirft viel mehr Gewinn ab
Bad Überkingen. Der Bad Überkinger Gemeindewald hat 2011 einen Gewinn von 7299 Euro abgeworfen - viel mehr als ursprünglich geplant.
Der Bad Überkinger Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Forstwirtschaftsplan für das laufende Jahr beschäftigt. Doch bevor Revierförster Gebhard Schürle auf den Haushaltsplan für den 160 Hektar großen Gemeindewald einging, nahm er zunächst zum abgelaufenen Forstjahr Stellung.
Neben umfangreichen Pflegemaßnahmen auf Heideflächen wurden 2011 insgesamt 546 Festmeter Holz eingeschlagen - hauptsächlich Laubholz, davon alleine 290 Festmeter für Brennholz. Der Schwerpunkt der Holzernte lag auf Hausener Markung. Wie Schürle erläuterte, sei der Hieb wegen der direkt darunter verlaufenden Bundesstraße 466 nicht ganz einfach gewesen. "Ich war froh, als der Einschlag beendet war", berichtete der Förster dem Gremium.
Nach Abzug aller Kosten blieb unterm Strich ein Gewinn von 7299 Euro übrig - geplant waren lediglich 1400 Euro. Die Mehreinnahmen begründete der Revierförster mit einem höheren Holzeinschlag und den derzeit guten Preisen auf dem Holzmarkt.
Für dieses Jahr ist nach Angaben des Forstexperten ein Holzeinschlag von 400 Hektar vorgesehen. Das meiste davon wiederum Laubholz. Schürle rechnet mit einem Verkaufserlös von 16 500 Euro. Dem stehen Ausgaben für die Holzernte, Wegeunterhaltung, Beitrag an die Forstverwaltung und Zahlungen an die Berufsgenossenschaft in Höhe von insgesamt 14 250 Euro gegenüber, sodass 2012 mit einem Überschuss von 2250 Euro gerechnet werden kann.
Gemeinderat Holger Zilian regte an, ob man nicht den Kahlenstein wieder etwas "freischneiden" könne, immerhin wachse das Wahrzeichen Bad Überkingens immer mehr zu. Revierleiter Schürle bestätigte den Sachverhalt, allerdings seien ihm die Hände gebunden, weil sich der besagte Wald in Privatbesitz befinde.
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Autor: RALF HEISELE | 24.01.2012
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