Südwestmetall setzt auf Zeitarbeit

Ulm.  Damit die Betriebe Auftrags-spitzen flexibel bewältigen können, setzt der Unternehmerverband Südwestmetall Ulm weiterhin auf Zeitarbeit.

Die Zeitarbeit erfüllt eine wichtige Funktion beim Ausgleich konjunktureller Zyklen. Auf diesen Mechanismus weist die Bezirksgruppe Ulm des Arbeitgeberverbands Südwestmetall in einer Mitteilung hin. Darin heißt es, die Zeitarbeit diene auch dem Schutz von Stammbelegschaften - im Falle eines Abschwungs müssen die Zeitarbeiter als Erste den Betrieb verlassen. Der neue Geschäftsführer von Südwestmetall Ulm, Götz Maier, sieht es so: "Wer die Zeitarbeit einschränken will, handelt für die Unternehmen der Region und wirtschaftlich insgesamt verantwortungslos." Die Zeitarbeit bilde die am besten funktionierende Beschäftigungsbrücke und komme dabei komplett ohne öffentliche Subventionen aus. Die Unternehmen könnten mit Zeitarbeit ihren Auftragseingang flexibel bewältigen und Krisen abfedern. Maier: "Die Zeitarbeit hilft Arbeitsplätze zu sichern und kostet keine, wie das vielfach fälschlicherweise behauptet wird."

Bei den Unternehmen von Südwestmetall Ulm sei die Quote der Zeitarbeitnehmer im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt sehr niedrig, sie habe aber auch im Konjunkturhoch deutschlandweit nur sechs Prozent betragen. "In der regionalen Metall- und Elektroindustrie liegt die Quote bei nur 3,96 Prozent bei regional knapp 2000 Zeitarbeitnehmern", sagt Maier mit Blick auf eine im Mai vorgenommene Konjunkturumfrage des Verbandes unter den Mitgliedsunternehmen im Raum Ulm, Alb-Donau, Biberach und Sigmaringen. Maier weiter: "Da liegt unsere Ausbildungsquote mit 5,29 Prozent deutlich höher."

Ungeachtet der Krise hätten sogar 65 Prozent der Unternehmen Zeitarbeiter in die Stammbelegschaft übernommen. Die Übernahmequote betrage 7 Prozent. Dies dokumentiere erneut, dass Zeitarbeit eine Einstiegs-Chance vor allem für Arbeitslose und Geringqualifizierte bieten könne. Derzeit könnten die Firmen nur für drei bis sechs Monate planen. Für Auftragsspitzen brauchten sie aber Flexibilität. kö


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13.08.2010

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