Spinne, Kurzfühlerschrecke und Weichwanze

Bad Überkingen.  Am Donnerstag hat das Ökomobil des Regierungspräsidiums in Bad Überkingen Halt gemacht. Im Rahmen des Schülerferienprogramms im oberen Filstal erforschten Kinder den Lebensraum Wiese.

Am Donnerstagvormittag trafen sich 19 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und elf Jahren an der Überkinger Tennisanlage. Auf dem Programm stand ein Vormittag, in dem die Kinder den Lebensraum Wiese entdecken sollten. Frau Kräuter und Werner Paech vom Regierungspräsidium Stuttgart sowie Cornelia Wöhrle und Harald Gänsslen vom Obst- und Gartenbauverein Bad Überkingen begrüßten die neugierigen und erwartungsvollen Kinder.

Gleich zu Beginn entdeckte ein Junge eine große grüne Spinne. Der Ökomobil-Experte konnte auch sofort Art und die geschickte Tarnung als besondere Eigenschaften dieser Tigerspinne erläutern.

Nach diesem ersten kleinen Highlight überlegten die Kinder gemeinsam, welche Pflanzen wohl in einer derartigen Wiese wachsen. Die vielen Ergebnisse wurden in einer langen Liste gesammelt. Daraufhin bildeten die Mädchen und Jungen Gruppen, die so viele blühende Pflanzen wie möglich pflücken sollten. Als kleine Schwierigkeit erwies sich, die Blumen mit den unteren Blättern zu pflücken, da man oft erst anhand dieser die Pflanze endgültig bestimmen kann. Viele Kinder hatten am Ende einen bunten Blumenstrauß in der Hand. Stellte sich nur die Frage: wie die Blumen alle hießen? Dazu verteilte das Ökomobil-Team Ordner, mit deren Hilfe die Kinder über Blütenfarbe, Stengelform und manch anderem Merkmal brüteten. Gemeinsam wurden Pflanzen wie Hahnenfuß, wilde Möhre, roter und weißer Klee sowie der Spitz- und Breitwegerich bestimmt und besprochen. Jede einzelne Pflanze erklärte Biologe Paech auf unterhaltsame Weise.

Nach einer kurzen Pause ging es wieder auf die Wiese. Diesmal war die Frage, welche Tiere hier wohl leben. Hoch motiviert gingen die jungen Forscher ans Werk und hatten bald eine bunte Sammlung an "Beutetieren" gefangen: Ameisen, Marienkäfer, Spinnen, eine Kurzfühlerschrecke, eine Weichwanze und viele andere Arten mehr.

Im Ökomobil, einem rollenden Naturschutzlabor, konnten die jungen Forscher unter Mikroskopen und Lupen ihre Tiere betrachten. Auf dem großen Bildschirm mit hoher Auflösung waren die unters Mikroskop gelegten Insekten wie Wildbiene oder Spinne gleich nochmal so interessant. Zum Schluss durfte jedes Kind seine "Forschungsergebnisse" auf einer Urkunde notieren.


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Autor: KATHARINA BUCHSTEINER | 04.09.2010

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