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Wiesensteig.  Im Zuge des Landschaftsparks Albtrauf soll auch ein Baumwipfelpfad errichtet werden. Als geeigneter Standort kommt Wiesensteig in Frage. Über den Stand der Dinge berichtete Bürgermeister Tritschler im Rat.

Um es vorweg zu nehmen: Viel mehr als der mögliche Standort eines Baumwipfelpfades am Feldkopf/Bronnen ist noch nicht bekannt. Dies ist der Stadt Wiesensteig bei einer ersten Information durch das Ministerium für Ländlichen Raum mitgeteilt worden, sagte Bürgermeister Gebhard Tritschler in der jüngsten Ratssitzung. Im Rahmen des Masterplans zum Landschaftspark Albtrauf will das Ministerium einen Baumwipfelpfad als eines der Starterprojekte erstellen (wir berichteten). Für den Landkreis Göppingen bietet dies eine einmalige Chance, wie Landrat Edgar Wolff bereits erklärt hat: Durch eine solche Attraktion könne sich der Kreis in der Wahrnehmung und mit Blick auf die Förderung des Tourismus besser aufstellen.

Nachdem in der Stadt die Gerüchteküche brodelt und schon von einem Baubeginn gemunkelt wird, nahm der Bürgermeister die Gelegenheit wahr, auf die Vorgeschichte des Projekts hinzuweisen. Nach den Worten Tritschlers sind in einem ersten Prozess mögliche Standorte im Landkreis für einen Baumwipfelpfad erkundet worden. Fündig wurde man schließlich in Wiesensteig: Die Örtlichkeit in der Nähe des Reußenstein-Parkplatzes sei als besonders geeignet empfunden worden, betonte Tritschler. Für diesen Standort hat sich auch der Geschäftsführer der Erlebnis-Akademie Bad Kötzting, Bernd Bayerköhler, ausgesprochen, dessen Unternehmen als Investor Interesse zeige.

Nach den inzwischen bundesweit bekannten Baumwipfelpfaden in Neuschönau (Bayerischer Wald) und auf der Ostseeinsel Rügen soll nun als drittes Projekt ein solches auf der Alb realisiert werden. Auch die Forstverwaltung in Baden-Württemberg hat Interesse an diesem Projekt bekundet. Sie kann sich vorstellen, dort ein "Waldinformationszentrum" einzurichten.

"Alles Weitere ist noch im Gespräch, bis dato sind noch keine Festlegungen getroffen worden", erklärte der Bürgermeister. Zur Realisierung müsse zuerst ein Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden. Für Gebhard Tritschler steht außer Frage, dass ein Publikumsmagnet, wie der Baumwipfelpfad auf Markung Wiesensteig, unbedingt unterstützt werden muss, allein schon um den Tourismus anzukurbeln.

Info Am Mittwoch, 7. März, findet im Wiesensteiger Residenzschloss für die Bevölkerung eine Informationsveranstaltung zum Projekt Baumwipfelpfad am Standort Feldkopf/Bronnen statt.


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Autor: BERNWARD KEHLE | 03.02.2012

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