Mehrheit steht hinter der "Hidde Stoi"
Drackenstein. Seit 15 Jahren treffen sich die jungen Leute aus Drackenstein und den Nachbarorten in einer ehemaligen Bauhütte am Ortsrand. Nun ist sie in Gefahr.
Die "Hidde Stoi", oder übersetzt die "Hütte Drackenstein", ist eine alte, ausgediente Bauhütte am Rande Drackensteins - und seit 15 Jahren der Jugendtreffpunkt der Gemeinde, erzählt Hütten-Sprecher Daniel Schaum. Immer weiter ausgebaut, sei die inzwischen ansehnliche "Hidde Stoi" aus dem Leben der jüngeren Generation nicht mehr wegzudenken. Selbst aus den Nachbarorten Hohenstadt und Gosbach kämen die Jungs und Mädels zwischen 16 und 30 Jahren zu "ihrer Hidde", sagt der 20-jährige Elektroniker. Da würden dann beispielsweise Fußballspiele organisiert und zum Kartenspiel bei einem Frühschoppen lade man auch mal bewusst die älteren Semester ein; es sei also ein Ort für Jung und Alt. Ebenso würden Gemeindefeste tatkräftig mitgestaltet.
Das der Gemeinde gehörende Gelände um die Hütte herum ist bestens hergerichtet, genauso der Innenraum. So manch leckere Wurst brutzelt im Sommer auf der gemau-erten Grillstelle, wobei fröhlich um die Feuerstelle herum gefeiert wird. Nahezu die Hälfte der Ortsfeuerwehr gehöre zu diesem Jugendtreff, ergänzt der 22-jährige Zimmermann Tobias Daubenschüz, der ebenfalls Sprecher der in der Regel 30 bis 40 jugendlichen Besucher ist.
Große Sorge bereitet den Jugendlichen zurzeit die Absicht der Baubehörde beim Landratsamt Göppingen, diese Hütte aus Gründen des Landschaftsschutzes zu beseitigen. Eine Unterschriftenaktion habe ge-zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung für den Verbleib der "Hidde Stoi" sei, erklärt Schaum.
Auch Bürgermeister Klaus Dieter Apelt ist für den Erhalt dieses Jugendtreffs und hat die Situation Landrat Edgar Wolff bei dessen Ge-meindebesuch vorgetragen. Jedoch sei ungewiss, wie sich letztlich das Landratsamt entscheiden wird, so Apelt in einer der jüngsten Gemeinderatssitzungen.
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Autor: JÜRGEN WAHR | 19.03.2010
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Die "Hidde Stoi" ist seit 15 Jahren Treffpunkt der Jugend. Foto: Jürgen Wahr
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