Betreuung steht auf der Kippe
Mühlhausen. Derzeit sind 17 Kinder bei der Ganztagesschule in Mühlhausen angemeldet. Sollten es nicht mehr werden, dann steht das Angebot auf der Kippe.
Mit aktuellen Schulangelegenheiten hat sich der Mühlhausener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befasst. Im Mittelpunkt stand dabei die Ganztagesbetreuung, die seit Beginn des Schuljahres angeboten wird - und zwar von 7.45 Uhr bis mindestens 14.45 Uhr. Betreut werden die Buben und Mädchen beim Mittagessen und bei den Hausaufgaben von 14 ehrenamtlichen Helfern. Wie die Schulleiterin Jutta Sawatzki-Finckh erläuterte, ist die Zahl der betreuten Kinder von 22 auf nunmehr 17 zurückgegangen. Konsequenzen hat die derzeitige Entwicklung für die Ganztagesschule nicht. Allerdings müssen bis zum neuen Schuljahr wieder 20 Anmeldungen vorliegen.
Aus dem Gremium wurde die Frage aufgeworfen, was passiert, wenn dies nicht erreicht werde? "Dann wird es keine Ganztagesschule mehr geben", lautete die klare Antwort von Jutta Sawatzki-Finckh. Für diesen Fall müsste man auf eine andere flexible Betreuungsform zurückgreifen und könne nur "Betreuungsbausteine" anbieten.
Jutta Sawatzki-Finckh wünschte sich, dass die Gemeinde eine pädagogische Fachkraft für die Ganztagesschule einstelle. Eine solche könne den Kindern bei den Hausaufgaben und den Ehrenamtlichen bei ihrer täglichen Arbeit zur Seite stehen. Oft müsse der Stoff aus dem Unterricht für die Kinder noch einmal wiederholt werden, damit sie in der Lage sind, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Die ehrenamtlichen Helfer seien damit überfordert, sagte die Schulleiterin.
Mit ihrem Wunsch stieß sie allerdings im Gremium auf wenige Gegenliebe: Laut Bürgermeister Gebhard Tritschler sei das Angebot für eine Gemeinde in der Größe von Mühlhausen sehr beachtlich. In Anbetracht der dramatischen Wirtschafts- und Finanzlage sehe er derzeit keine Möglichkeit, eine solche Stelle zu finanzieren. Aus den Reihen des Gemeinderats wurde entgegnet, dass die Kinder im Rahmen des Regelunterrichts in die Lage versetzt werden müssen, ihre Hausaufgaben ohne zusätzliche Erläuterungen zu erledigen. Dies könne nicht Aufgabe der Ehrenamtlichen oder einer pädagogischen Fachkraft sein.
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09.03.2010
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