Verband vor großen Investitionen

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Der Zweckverband Wasserversorgung Ostalb versorgt knapp 45 000 Einwohner in 17 Gemeinden mit 2,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser jährlich. Dutzende Pumpen stemmen das Wasser aus den Quellen im Tal auf die Hochfläche. Dort wird die glasklare Fracht aus 25 Behälteranlagen über ein 255 Kilometer langes Leitungsnetz an die Abnehmer verteilt.

Überkinger Pumpen schwächeln

Eine dieser Pumpenanlagen schwächelt, wie Vorsitzender Roland Polaschek jetzt bei der Verbandsversammlung in der Altheimer Albhalle berichtete. Nach 30 Betriebsjahren müssten die Ag­gregate im Pumpwerk bei Bad-Überkingen saniert werden. 350 000 Euro seien erforderlich, um den altersschwachen Pumpen wieder auf die Sprünge zu helfen. Das Bad Überkinger Wasserwerk wird durch den Grundwasserbrunnen in Hausen, den Brunnen im ehemaligen Luftschacht der Grube Karl und die nahe gelegene Sickergalerie gespeist. 35 Liter in der Sekunde kämen da zusammen, berichtete Polaschek. Ein Student der Universität Stuttgart habe sich in seiner Masterarbeit mit der Technik befasst und Vorschläge erarbeitet. Die Arbeit sei die Grundlage für die Sanierung der Anlage, die 2018 angegangen werden soll.

Ein weiteres Großprojekt steht mit dem Neubau der Trinkwasserleitung Steinenkirch–Ravenstein–Trasenberg an. Die Leitungen würden größtenteils noch aus der Gründerzeit der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts stammen, gab Polaschek zu bedenken.

Eine Million für Hochbehälter

Ganz oben auf der Agenda aber stehe der Neubau des Hochbehälters bei Stötten, der 2018 gebaut werde und mit einer knappen Million Euro zu Buche schlage. Erfreulich außerdem für die Versammlung: Die Stadt Lauterstein will dem Zweckverband beitreten. Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2016, die Geschäftsführer Uwe Geiße vortrug, schließt mit einer Summe von 12,585 Millionen Euro ab. Der Schuldenbestand beläuft sich auf 2,563 Millionen. Ziel sei es, auch 2018 mit einer „schwarzen Null“ abschließen zu können.

Walter Banzhaf, der technische Betriebsleiter des Zweckverbandes Ostalb, machte im vergangenen Jahr ein Rohrbruch in der Magentalquelle zu schaffen, weil sich wenig später nur fünf Meter weiter ein zweiter Bruch ereignete. Nachlässige Rohrverlegungen in den 1970er Jahren hätten im Vögelestal bei Türkheim eine Druckleitung platzen lassen. Am Tag der Verbandsversammlung musste bei Zähringen eine 138 Jahre alte Rohrleitung geflickt und durch neue Rohre ersetzt werden.

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