Jugendliche führen Senioren ins digitale Zeitalter

In Amstetten helfen Jugendliche älteren Menschen im Umgang mit den neuen Medien. Beide Seiten profitieren davon.

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Gemeinsam geht’s besser: Jugendliche zeigen älteren Menschen, wie man mit den neuen Medien umgeht.  Foto: 

Ob es ums Telefonieren, um die Internet-Recherche oder um das Versenden von WhatsApp-Nachrichten geht. Während die Jüngeren sich schnell mit den modernen Medien anfreunden, fällt der Umgang mit Computer, Smartphone und Co. dem ein oder anderen älteren Menschen nicht ganz so leicht. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen und die Welt des Smartphones und des Tablets für Personen jeden Alters interessant zu machen, nahmen sich jüngst  drei Acht- und Neuntklässler der Lonetalschule in Amstetten  Zeit, diesen Menschen den Umgang mit diesen Medien zu erleichtern. Unterstützt wurde diese Aktion vom AJA Netzwerk und finanziert vom Sozialen Förderverein Amstetten (SFA). Durch die Kooperation mit der Lonetalschule konnte das Projekt letzten Endes umgesetzt werden.

Obwohl das Feedback nach der letzten Aktion dieser Art sehr gut ausgefallen war, kamen jüngst nur zwei „Smartphone-Schüler“. „Vermutlich liegt es an dem guten Wetter heute, zudem haben wir bei der Planung nicht daran gedacht, dass in diesem Zeitraum viele Konfirmationen im Umkreis von Amstetten stattfinden“, erzählt Werner Meyer, der Ansprechlehrer der Schule bei dieser Aktion ist. Trotzdem wolle man laut Meyer auch im nächsten oder übernächsten Jahr wieder eine ähnliche Aktion anbieten.

„Wir haben uns vorgenommen, für alle Leute da zu sein. Da das Thema vielen Senioren Probleme bereitet, dachten wir, es wäre eine gute Idee, ihnen von der jungen Generation die Funktionen eines Smartphones erklären zu lassen“, erklärt SFA-Mitglied Christiane Renne die Idee.  Schnell bildete sich dann die Kooperation mit der Lonetalschule und dem AJA Netzwerk.

Der 15-jährige Schüler Nico Hopp war schon im vergangenen  Jahr dabei. „Mir macht es Spaß, anderen die Technik zu erklären, wenn sie sich selbst nicht damit zurechtfinden. Wenn bei mir zu Hause mal ein technisches Problem anfällt, muss ich auch dort immer ran. Außerdem habe ich zu einem Teilnehmer aus dem letzten Jahr noch Kontakt. Und es freut mich, dass ihm diese App nun keine Probleme mehr bereitet.“

Der 15-jährige Marvin Planschke-Pleninger hat schon viel Erfahrungen mit seinem Smartphone gesammelt. Das will er jetzt weitergeben.  „Zu sehen, dass ich den Teilnehmern helfen kann, motiviert mich sehr.“ Diese Art der generationenübergreifenden Unterstützung fruchtete – denn auch  die Teilnehmer verließen die Lonetalschule mit einem Strahlen im Gesicht. „Der Kurs heute hat mir weitergeholfen. Vorher wusste ich nicht genau, wie ich Vorträge von meinem Tablet auf einen Fernseher oder einen Beamer übertragen kann. Außerdem konnten mir die Jugendlichen erklären, wie ich mich vom Tablet aus bei WhatsApp anmelden kann, um auch dort meine Nachrichten erhalten zu können“, berichtet Werner Wittmann. Am meisten begeisterte  ihn, dass die Jugendlichen bereit dazu sind, ihr Handy für zwei Stunden wegzulegen, um anderen Menschen etwas beizubringen.

Die ehrenamtliche Mithilfe der Jugendlichen bleibt natürlich nicht unbelohnt. Als „Dankeschön“ erhielten sie im Anschluss eine Bescheinigung, welches ihre Teilnahme bestätigt. Und als Stärkung gab es für sie zudem noch eine Pizza in einem Lokal in Amstetten –  ein entspanntes Ende eines lehrreichen Tages.

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