In Amstetten lebt man sicher

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Im Jahr 2015 gab es 98 Delikte. Das ist die niedrigste Fallzahl seit fünf Jahren.“ Als Postenführer Edgar Scheffold am Montag dem Amstetter Gemeinderat die Kriminalstatistik der Polizei für die Albgemeinde vorlegte, hatte er keine Hiobsbotschaften. Im Gegenteil. Von den registrierten knapp hundert Vergehen entfallen Scheffold zufolge fast die Hälfte auf sogenannte Internet-Betrügereien. In der Regel handelt es sich um Bürger, die von unseriösen Ebay-Händlern geleimt worden waren. Der Rest entfällt auf Diebstähle, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Einbrüche. „Bei den Körperverletzungen hatten wir einen Anstieg um 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, konstatierte der Polizeihauptkommissar – klärte die erschrockenen Räte aber sofort auf: „Das heißt, dass die Zahl der gemeldeten Schlägereien von zwei im Jahr 2014 auf vier gestiegen ist.“

Auch bei Einbrüchen und schweren Diebstählen bewegt sich Amstetten auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Während spektakuläre Fälle in Nachbargemeinden wie Nellingen (insgesamt 18) und Merklingen (25) zu einer erheblichen Verunsicherung in der Bevölkerung geführt haben, gab es 2015 in Amstetten zwar 15 Einbrüche. Darunter befanden sich aber nur fünf Wohnungseinbrüche. Den Rest betrafen Autos (2), Firmen (4), Gaststätten (2) und zwei  sonstige. Und die Tendenz scheint rückläufig: „Dieses Jahr hatten wir erst zwei Einbrüche“, so Scheffold am Montag. Da wusste er aber noch nicht, dass seine Statistik am folgenden Tag durch einen dritten Einbruch im Wacholderweg wieder durcheinander gewirbelt werden würde.

Auf Anfragen aus dem Gremium erläuterte der Postenführer, dass Drogen in Amstetten offenbar keine große Rolle spielen: „Hin und wieder schauen wir uns Kandidaten an. Aber eine Drogenszene gibt es hier nicht.“ Positiv hat sich die Polizeireform auf die Albgemeinde ausgewirkt: Früher war die lange Anfahrt der Polizei aus Ulm nach Dienstschluss des Amstetter Postens immer wieder ein Kritikpunkt. Nach der Zentralisierung ist das kein Thema mehr: „Wenn’s pressiert, kommt die Streife, die am schnellsten da ist. Das kann Geislingen oder Mühlhausen sein“, versicherte Scheffold.

Ulrich Münkle wollte schließlich wissen, was es mit den Gerüchten über angeblich gestiegene Straftaten seit Ankunft der Flüchtlinge in Amstetten auf sich hat. „Seit die Flüchtlinge da sind, gibt es nicht mehr oder weniger Ladendiebstähle im Netto als vorher – nämlich null“, klärte der Polizeihauptkommissar auf. „Hab doch gewusst, dass das nur dummes Geschwätz ist“, stellte Münkle daraufhin demonstrativ fest.

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