Für die meisten wird’s teurer

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Der Zweckverband Wasserversorgung Ostalb beliefert neben seinen 17 Mitgliedsgemeinden auch rund 70 „Privatabnehmer“ mit Trinkwasser. Unter diesem  Begriff werden vorwiegend Landwirte geführt, die mit ihren Betrieben ausgesiedelt haben und ihre Höfe außerhalb geschlossener Ortschaften bewirtschaften. Auch manche Firmen und Vereinsheime zählen zu den Priva­­t­abnehmern.

Sie haben ihre Wasserleitungen einst selbst finanziert und an den nächstliegenden Strang des Zweckverbandes angeschlossen. Die vertraglich geregelte Verrechnung der jeweils abgenommenen Trinkwassermenge wurde zwischen Abnehmer und Lieferanten zuvor frei vereinbart. Zuletzt lag der Wasserpreis für die Privatabnehmer bei 1,97 Euro pro Kubikmeter.

Um diese Regelung beibehalten zu können, müsste der Zweckverband seine Satzung und seine Wasserabgabeordnung ändern, weil sich das Beitragsrecht und die begleitende Rechtsauffassung inzwischen grundlegend geändert haben. Ebenso müssten die Gebühren neu kalkuliert und eine Globalberechnung für die Wasserversorgungsbeiträge aufgestellt werden. Der hierdurch entstehende Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Auf Anraten der Gemeindeprüfungsanstalt und des zuständigen Referenten beim Gemeindetag beschloss daher die Verbandsversammlung unlängst in der Stadthalle in Donzdorf auf Vorschlag ihres Vorsitzenden Roland Polaschek (Gerstetten), die bisherigen Privatabnehmer zum 1. Januar 2017 an die Mitgliedsgemeinden abzugeben. Damit wird es für manche Privatabnehmer künftig billiger, für die meisten aber teurer. Die Trinkwassergebühren der Gemeinden im Versorgungsgebiet des Zweckverbands Ostalb liegen derzeit zwischen 1,30 Euro (Gingen) und 2,75 Euro (Deggingen).

Die Abrechnung dieser Wasserkunden erfolgt künftig über die jeweilige Mitgliedsgemeinde zu deren Wasserzins. Dies verursache zwar eine Erhöhung der Umlage von derzeit 87 Cent auf 93 Cent je Kubikmeter im Jahr 2017 für die Kommunen. Diese Erhöhung könne aber die Mehrzahl der Gemeinden durch die hinzugewonnenen Kunden wieder kompensieren. In der Vergangenheit, so Polaschek, sei der Verband oftmals wegen seiner verschiedenen Gebühren kritisiert worden. Künftig würden alle Wasserabnehmer die gleichen Sätze zahlen.

Die Verbandsversammlung beschloss am Ende einstimmig die Wasserabgabeordnung entsprechend neu zu fassen.

Weitere Neubaumaßnahmen wurden in Donzdorf nicht beschlossen. Wohl aber werde man, so Polaschek, den Neubau und den Austausch der Leitungen aus der Gründerzeit im Auge behalten.

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