Kommentar von Ralf Heisele: Über Bahnhalt Merklingen hinausdenken

Mit dem Spatenstich für den Bahnhalt bei Merklingen endet eine lange Phase des Verhandelns. Wichtig ist es jetzt, dass auch die Menschen zwischen Wiesensteig und Geislingen von dem Projekt profitieren.

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Hier wird der Bahnhalt stehen.  Foto: 

Jetzt kann es losgehen: Mit dem gestrigen Spatenstich für den Bahnhalt bei Merklingen ist eine langwierige Phase des Verhandelns und der Planung zu Ende gegangen. Vor vier oder fünf Jahren dachte kaum einer ernsthaft daran, dass an der Neubaustrecke überhaupt ein zusätzlicher Halt möglich sei. Doch die Hartnäckigkeit einzelner Bürger und Gemeinderäte hat sich ausgezahlt.

Acht Gemeinden haben sich auf der Laichinger Alb zusammengeschlossen, um das  verkehrspolitische Jahrhundertprojekt zu schultern. Die Kommunen haben beschlossen, sich mit 13 Millionen Euro an den Kosten des Bahnhalts zu beteiligen. Das war mutig. Diese Weitsicht wird spätestens ab 2021  belohnt, wenn die Züge auf der Laichinger Alb halten und abfahren werden. Dann werden die Menschen vor Ort endlich einen Nutzen aus dem Schienenprojekt ziehen, das ihnen bislang nur Flächenverlust, Baulärm und Behinderungen bringt.

Bei aller Freude auf der Alb:  Begleitet wurde das Ringen um den Bahnhalt auch von kritischen Tönen. Vor allem die Stadt Geislingen befürchtete ins Hintertreffen zu geraten. Inzwischen ist es an dieser Front –  zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – ruhiger geworden. Das ist gut so: Missgunst schadet in der Regel allen Beteiligten. Vielmehr gilt es jetzt, den Blick nach vorne zu richten. Für den Kreis Göppingen bedeutet dies, den öffentlichen Busverkehr über die Kreisgrenze hinweg an den Bahnhalt anzubinden. Dann profitieren auch viele Menschen zwischen Wiesensteig und Geislingen von dem Projekt auf der Alb.

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