Barfuß unterm Tierstein

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Der Berliner Autor Heiko Schwarzburger, alias H.S. Eglund, liest aus seinem Buch „Zen Solar“ in Gosbach.  Foto: 

Die Buchvorstellung des Autors Heiko Schwarzburger, der unter dem Pseudonym H.S. Eglund schreibt, lockte eine kleine Gemeinschaft Energie-Interessierter in das Karate-Studio „Taikikan“ nach Gosbach. Aufmerksam lauschte das Publikum den Textauszügen aus „Zen Solar“. Als Energie-Fachmann ist er unter anderem auf der Intersolar-Messe in München anzutreffen. Als Chefredakteur des Magazins „Photovoltaik“ geht es ebenfalls um erneuerbare Energien bei ihm.

Zu Gast im Karate-Studio in Gosbach bot die große Fensterverglasung einen beeindruckenden Ausblick auf den Tierstein, hoch über Gosbach. Die Gäste waren dort barfuß anzutreffen, wie es üblich ist in einem Karate-Studio. H.S. Eglund legt seinem Roman unter anderem die Fern­östliche Meridianlehre zugrunde und untergliedert sein Buch in die Kapitel Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere. Energie in Form von Körperenergie und die technisch verwertbare Energie sind in seinem Buch gleichermaßen vertreten.

Der Autor bettet eine Liebesgeschichte mit ein und erzählt spannend und lebhaft von dem freischaffenden Journalisten Fred Winter, seinem Protagonisten. Der lernt die alleinerziehende Mutter Judith kennen. Die Beziehung gestaltet sich kompliziert.  Winter reist an zahlreiche Orte, die mit der oftmals zweifelhaften Energiegewinnung zu tun haben. So führt der Autor die Zuhörer nach Ostdeutschland, wo die Lausitzer Braunkohle gewonnen wird. Es geht in die Uckermark und nach Gorleben. Fukushima in Japan wird gleichfalls zum tragischen Schauplatz im Roman, so wie in der Wirklichkeit.

Eglund beschreibt Tatsachen ohne anzuklagen. Er überlässt es dem Leser, diese Fakten zu beurteilen und gegebenenfalls persönliche Entscheidungen zu treffen. Im Anschluss der Lesung entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zum Thema Energiegewinnung. Der Autor konnte hier wertvolle Tipps und Ratschläge geben. Als Fachmann aus der Energiebranche weiß er, wovon er schreibt und war selbst an fast allen Schauplätzen seines Ro­mans. Teile des Romans sind durchaus biografisch, verrät er an diesem Abend. Das Ende von „Zen Solar“ führt zurück nach Berlin zu einer Demonstration zur Energiewende. Japanische Sprichwörter verbinden teilweise die Kapitel und regen zum Nachdenken an. Fred gelangt zu der Erkenntnis „Es gibt nur einen Tag im Leben“ und macht sich bewusst, „allein der Wandel hat Bestand“. Sensibilisiert lässt der Autor seine Zuhörer in Gosbach zurück.

Info H.S. Eglund: „Zen Solar“, 464 Seiten, Cortex Unit, 14,90 Euro
ISBN 978-3-940836-08-3

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