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Den Kindern Erinnerungs-Schatzkästchen mitgeben

 


 

 

 


 

Neue Leitung Christine Schön ist seit Anfang August die neue Schulleiterin der Schalkstetter Grundschule. Von Claudia Burst

 


 

 

 


 

46 Kinder besuchen momentan die Schalkstetter Grundschule. Ihre neue Schulleiterin heißt Christine Schön. Die 42-Jährige mit den glatten braunen Haaren, die sie zum Pferdeschwanz zurückgebunden hat, war bereits sieben Jahre lang Lehrerin in der Schule, als ihre Vorgängerin Ottilie Marksteder-Bantel Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet wurde.

 


 

„Ich wollte einfach nicht, dass diese schöne kleine Schule hier verwaist“, erklärt Christine Schön, warum sie sich dafür entschlossen hat, die neue Herausforderung anzunehmen. „Bis jetzt macht’s mir richtig Spaß“, sagt sie und ihre Augen strahlen, „ich komme gern zur Arbeit.“ Als Schulleiterin stehen ihr 10 ihrer 18 Stunden Teilzeit-Arbeit für die neuen Verwaltungsaufgaben zur Verfügung, in den acht anderen Stunden unterrichtet sie Mathe und Musik in der dritten Klasse. „Ich finde die Arbeit mit Kindern toll“, sagt sie, „weil das nie langweilig ist.“

 Lang war sich Christine Schön nicht im Klaren darüber, wohin ihre berufliche Zukunft sie führen würde. Weil schon ihr Vater als Lehrer seine Brötchen verdiente, war das für sie als Abiturientin eher ein Grund, diesen Beruf nicht für sich selber in Betracht zu ziehen.

 Sie jobbte nach der Schule ein Jahr in England und machte nach ihrer Rückkehr mehrere Praktika im pflegerischen Bereich, weil sie mit den Berufen „Ergotherapie“ oder „Physiotherapie“ liebäugelte.

 


 

„Ich wollte auf jeden Fall mit Menschen zu tun haben und der Beruf sollte nicht langweilig sein. Es sollte ein sinnvoller Beruf sein, der zu meinen verschiedenen Interessen passt“, begründet sie. Irgendwann wurde ihr bewusst, dass sie als Lehrerin alle ihre Vorgaben erfüllen könnte. „Spätestens das Studium hat mich überzeugt, dass das der richtige Beruf ist. Dort wurde die Flamme dafür total entfacht“, schwärmt sie und lacht.

 


 

Der zweifachen Mutter gefällt vor allem die Begeisterung und Wissbegier, mit der die Kleinen in die Schule kommen und sie freut sich über die Chance, ihnen gute Erinnerungen an die Schule mitzugeben. „Ich profitiere noch heute von so manchem Schatzkästchen, die mir Lehrer mitgegeben haben.“

 


 

Studiert hat sie an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg Grund- und Hauptschullehrerin, danach war sie in der Ortenau als Hauptschullehrerin tätig. In Freiburg hat Christine Schön ihren Mann Gottfried kennen gelernt, den es als Revierförster im Jahr 2004 mit seiner Familie nach Geislingen verschlug. Die beiden Kinder Charlotte und Johann sind daher in Geislingen aufgewachsen. Sie selber hat länger gebraucht, wieder neue Wurzeln zu schlagen. Inzwischen ist ihr das jedoch „sehr gut“ gelungen. Demnächst zieht die Familie ins lange renovierte „Häusle“ nach Weiler. Dann ist der Weg zur Schule nach Schalkstetten noch kürzer.

 


 

Die Kinder in der Schalkstetter Grundschule kommen ebenfalls nicht alle aus dem Dorf selbst. Das Einzugsgebiet besteht außerdem in Bräunisheim, Stubersheim, Hofstett-Emerbuch und in Weiler. „Im nächsten Jahr werden die Schülerzahlen weiter sinken“, weiß Christine Schön, „danach aber geht es wieder aufwärts!“

 


 

Momentan werden im Ort drei Klassen unterrichtet, die Jahrgangsstufen eins und zwei erhalten jahrgangsgemischten Unterricht. „Dafür steht uns ein schöner Betreuungsraum für die Kinderbetreuung zur Verfügung und wir haben mit Dagmar Brombey eine zuverlässige Betreuerin“.

 


 

„Überhaupt haben wir hier tolle Bedingungen“, sagt sie und bezieht sich mit Wir auf ihre Kolleginnen, mit denen sie sich prima versteht. Genauso wie mit den Eltern ihrer Schüler. Und vor allem mit den für die Schule Verantwortlichen der Gemeinde Amstetten. „Da merkt man, dass es ihnen wichtig ist, dass in ihren Schulen alles gut läuft“, lobt sie.

 


 

Was sie als Schulleiterin will, ist vor allem, den Standard der Schule auf dem hohen Niveau zu halten, auf dem sie sie übernommen hat. „Klar, dazu muss man sich auf Änderungen einlassen, weil sich Schule ja stetig ändert. Nicht nur Schüler oder Lehrer, auch der Bildungsplan oder die neuen Medien oder derartige Dinge.“

 


 

Viele ihrer Aufgaben sind neu. Mehr, als ihr vorher klar war. Nichtsdestotrotz ist sie mit Begeisterung dabei. Zum Entspannen unternimmt Christine Schön am liebsten Dinge mit ihrer Familie, singt in der Kantorei mit, liest ein Buch oder bewegt sich draußen in der Natur.

 

Hobbys: Familie, lesen, in der Natur sein

Lieblingsbuch: immer gerade das, welches ich lese

Schätze Menschen: die sich für die Gemeinschaft einsetzen

Ich habe Angst vor: Intoleranz und Fanatismus

Lieblingsgericht: ofenwarme Pizza

Mich ärgert, dass: ich immer noch nicht Klavier spielen kann

Als Kind wollte ich: eine Schafherde mit Hund und einen Schäferkarren

Ich bewundere kleine Kinder die laufen lernen, weil sie sich nicht entmutigen lassen (es zu lernen)

Wenn ich im Lotto gewinne, gebe ich ein richtig großes Fest und gehe dann auf Weltreise

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