Nellingen braucht ein neues Grüngutkonzept

Nellingen braucht ein neues Grüngutkonzept. Der Sammelplatz am Katzensteig ist in seiner derzeitigen Form nicht mehr zulässig. Das hat eine Bestandsaufnahme des Alb-Donau-Kreises ergeben.

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  • Moderne Maschinen zerkleinern und sieben das Reisig in einem Arbeitsgang - in Nellingen sind nur noch zwei solcher Aktionen im Jahr angedacht. 1/2
    Moderne Maschinen zerkleinern und sieben das Reisig in einem Arbeitsgang - in Nellingen sind nur noch zwei solcher Aktionen im Jahr angedacht. Foto: 
  • Bürgermeister Franko Kopp (rechts) nimmt mit dem Gemeinderat den Nellinger Sammelplatz am Katzensteig unter die Lupe. 2/2
    Bürgermeister Franko Kopp (rechts) nimmt mit dem Gemeinderat den Nellinger Sammelplatz am Katzensteig unter die Lupe. Foto: 
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Im Rahmen seiner Ortsbesichtigung im Vorfeld der Sitzung hat der Nellinger Gemeinderat am Montagabend auch den Grüngutsammelplatz am Katzensteig unter die Lupe genommen. Dort bringen die Nellinger schon seit etlichen Jahren ihren Grünschnitt und ihr Reisig hin. Doch damit ist bald Schluss. "Unsere Regelung hat immer funktioniert. Aber so, wie der Platz jetzt ist, dürfen wir ihn nicht weiter betreiben", sagte Bürgermeister Franko Kopp. Eine Überprüfung des Alb-Donau-Kreises hat nämlich einige Mängel ergeben. So ist das Gelände nicht eingezäunt, der Untergrund nicht befestigt und es fehlt eine Sickergrube. Um den Platz auf Vordermann zu bringen und alle Vorschriften einzuhalten, müsste die Gemeinde laut Bürgermeister Kopp rund 150.000 Euro in die Hand nehmen. So viel will man in Nellingen aber nicht ausgeben. Den Grund nannte Kämmerer Werner Zimmermann. Bislang sind im Alb-Donau-Kreis die Kommunen für das Einsammeln des Grünguts zuständig. Die Vereinbarung gilt noch bis zum Jahr 2021. Was dann kommt, steht in den Sternen. Sollte der Kreis die Aufgabe selbst in die Hand nehmen (so wie derzeit schon der Landkreis Göppingen), hätte Nellingen das Geld vielleicht umsonst ausgegeben.

"Wir brauchen nun eine wirtschaftliche und bürgerfreundliche Lösung", befand der Schultes. Wie eine solche aussehen könnte, legte der Kämmerer dar. Zimmermann schlug ein Vorgehen analog zur Gemeinde Heroldstatt vor. Demnach könnte man am jetzigen Platz zweimal im Jahr das Reisig sammeln und es sofort durch einen Lohnunternehmer häckseln lassen. Der Vorteil dieser Variante: Es kostet nichts. Der Rasenschnitt und kleineres Häckselgut würden derweil an einem anderen, eingezäunten Ort in Containern gesammelt - und zwar zu festen Öffnungszeiten in der Woche. Als Standort hierfür käme der Platz vor der alten Kläranlage an der Amstetter Straße in Frage.

Die nur zwei Sammelaktionen fürs Reisig wurden von einigen Ratsmitgliedern kritisiert. "Wir können das Rad nicht einfach zurückdrehen", meinte Werner Staudenmaier. Herbert Bühler befürchtete, dass an dem frei zugänglichen Platz "Schindluder" betrieben werde. Auch Bühler hielt zwei Sammlungen für nicht ausreichend. "Was soll ich mit meiner Hecke machen, die ich im Sommer schneide?", fragte er in die Runde. Diesen Schnitt könne er jederzeit in den Container bringen, klärte Zimmermann auf. Die Sammelaktionen im Frühjahr und im Herbst seien für die größeren Gartenschnitte gedacht, die erfahrungsgemäß eben an jenen zwei Jahreszeiten anfallen. "Außerdem werden die Termine den Bürgern auch ein paar Wochen im Voraus im Mitteilungsblättle angekündigt."

Angesichts der fortgeschrittenen Zeit beendete Bürgermeister Kopp die Diskussion. Entschieden wurde am Montag sowieso noch nichts. Dies bleibt den Räten in einer der nächsten Sitzungen vorbehalten.

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