Musiker aus der Region spielen beim deutschen Posaunentag

22.000 Musiker haben Dresden in eine klingende Stadt verwandelt. Beim deutschen Posaunentag waren auch viele Teilnehmer aus der Region vertreten.

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Bläser soweit das Auge reicht: Beim Abschlussgottesdienst des Posaunentags im Dresdener Stadion sind die Zuhörer klar in der Minderheit.  Foto: 

"Er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen." Das Zitat aus dem Matthäusevangelium ist am Sonntag im Dresdener Stadion auf beeindruckende Weise umgesetzt worden. Über 22 000 Bläser sorgten beim Abschlussgottesdienst des deutschen evangelischen Posaunentags für eine bombastische Klangfülle im großen Rund der DDV-Arena. Wenn so viele Menschen gleichzeitig in ihre Posaunen, Trompeten oder Hörner blasen, sorgt dies für Gänsehaut-Feeling. Unter den Musikern waren auch viele Teilnehmer aus der Region - unter anderen aus Machtolsheim und Merklingen. Letztere gehören der Kirchenmusik an, die es schon seit über 300 Jahren in dem Albdorf gibt. Allein aus Merklingen hatten sich 60 Bläser samt Begleitpersonen auf den über 500 Kilometer langen Weg in die sächsische Landeshauptstadt gemacht.

Zwei Tage stand Dresden unter dem Motto "Luft nach oben". Gemäß der biblische Aufforderung "Lobet den Herrn mit Posaunen", brachten tausende Musiker mit mehr als 50 Konzerten in Kirchen, auf Plätzen und schließlich im Fußballstadion die Stadt an der Elbe zum Klingen.

Neben dem Gottesdienst, an dem Margot Käßmann als Botschafterin der Evangelischen Kirche Deutschland für das Reformationsjahr 2017 die Predigt hielt, stach vor allem die Serenade am Königsufer hervor. In zwei Gruppen mit jeweils über 10.000 Musikern eingeteilt, gaben die Chöre am Samstag über die Elbe hinweg ein gigantisches Konzert, das zigtausende Zuhörer auf der Brühlschen Terrasse am gegenüber liegenden Ufer sowie vor der Hofkirche und auf der Augustusbrücke verfolgten. Passend zur gleichnamigen Musik von Georg Friedrich Händel erleuchtete zum Abschluss ein Feuerwerk den Dresdener Nachthimmel.

Den Merklinger Bläsern um ihren Dirigenten Johannes Ruhland hat das Wochenende in Dresden sehr gut gefallen. Viele von ihnen waren schon vor acht Jahren beim ersten deutschen Posaunentag in Leipzig mit dabei und sie wollen auch zum nächsten Fest wiederkommen - was hoffentlich nicht erst wieder in acht Jahren der Fall sein wird.

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