„Verheerende“ Zustände im Sommerhaus der Stars

„Das Sommerhaus der Stars“ pflegt zuletzt enttäuschte Trash-TV-Herzen wieder gesund, schreibt Spiegel-Online. Mittendrin: der Kuchener Koch Ludwig Heer.

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„Es wird schmuddelig, es wird hysterisch, es ist jetzt schon herrlich: ‚Das Sommerhaus der Stars’ pflegt zuletzt enttäuschte Trash-TV-Herzen wieder gesund. Nur den Genital-Gehalt könnte man etwas runterfahren“, schreibt Spiegel-Online unter der Überschrift „Verbale Überbumsung“ zur am Mittwochabend auf RTL angelaufenen TV-Reihe „Sommerhaus der Stars“. Darunter abgebildet ein lasziv auf dem Bett liegender Ludwig Heer, der von seiner Giulia Siegel abgeknutscht wird. Insgesamt acht schillernde Paare, die man nicht unbedingt unter Promi einordnen kann, tummeln sich in der abgerissenen Herberge. Mittendrin der Kuchener Koch Ludwig Heer (36), der die TV-Zuschauer gleich mal wissen lässt, dass er auch beim Sex einiges drauf hat. Seine 42-jährige Partnerin Giulia Siegel gibt hingegen beim Wettspiel im Hochseilgarten die hysterische Zicke und brüllt in „Todesangst“ stakkatomäßig „nein, nein, nein“ hinaus, wenn sie vom Meister am Kochlöffel zur Fortbewegung aufgefordert wird.

Der in Eckwälden geborene Martin Semmelrogge (61) – unter anderem als Schauspieler aus „Das Boot“ bekannt – fliegt gleich in der ersten Sendung aus der Trash-Show. Offenbar sind er und seine Frau Sonja (53) zu „normal“ – und das will was heißen – für die Restbesatzung, zu der Helena Fürst mit Ennesto Monte, Manfred und Jana Ludolf, Nico Schwanz und Saskia Atzerodt, Aurelio Savino und Lisa Freidinger, Markus Mörl und Yvonne König sowie Hubert Fella und Matthias Mangiapane zählen. Wer nicht genug hat vom Sumpf unter Dschungel-Camp-­Niveau, bekommt nächste Woche Nachschlag.

Ein KOMMENTAR von Michael Rahnefeld: Warum tut er sich das an?

Um gleich klarzustellen: In seinem Privatleben kann jeder tun und lassen, was er will. Geht er damit in die Öffentlichkeit, muss er sich möglicherweise zu gewissen Dingen Fragen stellen lassen. Im Falle des Kuchener Kochs Ludwig Heer stellen sich solche Fragen. Er, der Meister des guten Geschmacks, der in der Gastro-Szene durchaus für Aufmerksamkeit sorgt und am Herd – auch auf Staufeneck – und in der Schokoladenküche ansehnliche Erfolge verbuchte, macht sich im Trash-TV von RTL zum Affen vor einem Millionenpublikum. Ohne Moralapostel zu sein: Aber tiefer als die Show „Sommerhaus der Stars“, die momentan am Mittwoch­abend ausgestrahlt wird, geht’s nimmer. Da sind das „Dschungel-Camp“ oder „Bauer sucht Frau“ fast oscarverdächtige Alternativen. Kaum einer kann sich vorstellen, dass sich ein Ludwig Heer wegen einer eventuellen Siegprämie von 50.000 Euro in ein derart geschmackloses Sendeformat begibt und seine Person damit selbst demontiert, der Lächerlichkeit preisgibt. Sollte dieser Stuss vielleicht auch noch per Drehbuch des Senders zustande kommen, dann stellt sich gleich zweimal die Frage: Warum tut er sich das an? Mit 36 Jahren müsste man alt und klug genug sein, um zu wissen, wohin eine solche Reise geht. Im wahren Promi-Lager wird man damit wohl kaum Fuß fassen. Da können einem die Eltern nur leid tun, die sich möglicherweise in ihrem bekannten Restaurant in Kuchen die ähnlichen Fragen zu ihrem Sohn stellen lassen müssen.

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