Kleiner Hochbehälter versorgt viele Orte

Zum Abschluss der 2,8 Millionen Euro teuren Bauarbeiten am Trinkwasserbehälter in Stubersheim hat es einen Tag der offenen Tür gegeben.

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Die Arbeiten am Hochbehälter sind beendet. Am Sonntag durfte die Bevölkerung hinter die Kulissen der Wasserversorgung schauen. Foto: Jochen Horndasch

Walter Banzhaf, technischer Leiter des Zweckverbandes Wasserversorgung Ostalb mit Sitz in Gerstetten, ist zufrieden. Nach einer Bauzeit von drei Jahren erstrahlt nicht nur der aus zwei Kammern bestehende 133 Jahre alte Trinkwasser-Hochbehälter im Amstetter Ortsteil Stubersheim in neuem Glanz. Auch zwei neue insgesamt zwölf Kilometer lange Wasser-Fernleitungen vom Stubersheimer Speicher zu den Hochbehältern Amstetten-Bahnhof und Amstetten- Dorf gingen vor Kurzem in Betrieb. Für den Zweckverband Grund genug, die Türen des mit Erde überdeckten Behälters für einen Tag zu öffnen und der Bevölkerung einen Blick hinter die Kulissen der Wasserversorgung zu ermöglichen.

Der Stubersheimer Scheitelhochbehälter besteht aus zwei Kammern mit jeweils 314 Kubikmeter Fassungsvermögen. Er wird über drei Zuläufe vom Hochbehälter der Landeswasserversorgung bei Amstetten, vom Wasserwerk Eybtal bei Geislingen und vom Pumpwerk in Lonsee mit Trinkwasser versorgt. Die Speicher Amstetten-Bahnhof und Amstetten-Dorf, die Hochbehälter Sinabronn und Weidenstetten, die Gemeinden Hofstett-Emerbuch, Ettlenschieß, Schechstetten und Stubersheim sowie der Hochbehälter Bräunisheim werden vom nun sanierten Behälter versorgt. Da er nicht besonders groß ist, bleibt das Wasser dort nicht lange. Drei Mal am Tag schlägt sich der Inhalt um. Und das dient der Qualität. "In fließendem Wasser bilden sich keine Keime", sagt Walter Banzhaf.

Der auf 697 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Hochbehälter Stubersheim ist einer von insgesamt 26 Wasserspeichern im Versorgungsgebiet der Wasserversorgung Ostalb. Das 500 Quadratkilometer große Gebiet reicht von Bolheim im Osten bis Bad Überkingen, Hausen und Berneck im Westen, von Steinheim und Böhmenkirch im Norden bis Amstetten, Lonsee und Bissingen ob Lonetal im Süden. 47 Städte und Gemeinden mit 50 000 Einwohnern beziehen an Übergabestationen ihr Trinkwasser aus den 255 Kilometer langen Leitungen der Wasserversorgung Ostalb. Das Wasser kommt zu 20 Prozent von der Landeswasserversorgung aus dem Donauried bei Langenau und wird im Scheitelhochbehälter bei Amstetten in das Leitungsnetz eingespeist. 80 Prozent ist Eigenwasser. Es kommt aus Brunnen und Quellen in Bolheim, im Eybtal und in Bad Überkingen. 2,2 Millionen Kubikmeter werden Jahr für Jahr an die Gemeinden des Zweckverbandes abgegeben. Bis das Wasser aus dem Hahn beim Kunden sprudelt, hat es meist eine Berg- und Talfahrt hinter sich. Aufgrund der Topografie müssen Höhenunterschiede von bis zu 300 Metern überwunden werden. Wie Walter Banzhaf betont, kostet dies wegen der zahlreichen Pumpen viel Energie. "1,7 Kilowattstunden werden zum Beispiel bei einer Förderhöhe von 300 Metern für jeden gelieferten Kubikmeter Trinkwasser verbraucht." Kein Wunder, dass die Wasserversorgung Ostalb durch intelligente, Strom sparende Lösungen einer Verteuerung des Wasserpreises entgegenwirkt.

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