Trio aus Kuchen startet bei Rallye ans Nordkap

Drei Kuchener nehmen im Juni an einer außergewöhnlichen Rallye ans Nordkap teil. Dabei sammeln sie Spenden für den MPS-Förderverein.

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  • Rainer und Birgit Rapp sowie Steffen Reichart freuen sich auf die Rallye. Eigens dafür haben sie den 28 Jahre alten VW umgebaut. 1/2
    Rainer und Birgit Rapp sowie Steffen Reichart freuen sich auf die Rallye. Eigens dafür haben sie den 28 Jahre alten VW umgebaut. Foto: 
  • Schon jetzt studieren die Drei Straßenkarten der Länder, die sie auf der Rallye ans Nordkap durchfahren werden.  2/2
    Schon jetzt studieren die Drei Straßenkarten der Länder, die sie auf der Rallye ans Nordkap durchfahren werden. Foto: 
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Es gibt Neuigkeiten vom Team DokaCabana: Die Kuchener Steffen Reichart und Rainer Rapp starten am 16.  Juni nicht zu zweit bei der Baltic Sea Circle Rallye ans Nordkap. Nun fährt auch Rainers Ehefrau Birgit mit. Sie war von Anfang an von dem Projekt begeistert. „Zu Beginn der Planungen war jedoch noch nicht sicher, ob unsere Tochter Marianna bereit ist für einen zweiwöchigen Urlaub bei ihrer Oma.“ Aus diesem Grund ließ sie ihre Teilnahme noch offen – doch jetzt sind alle Zweifel ausgeräumt.

Die beiden Männer freuen sich über die weibliche Unterstützung. Schließlich will sich Birgit Rapp  um das kulinarische Wohl des Teams kümmern. Aus diesem Grund mussten die beiden Männer nun eine ausziehbare Küchenzelle an ihren 28 Jahre alten VW T3 Synchro anbauen. Anstatt aus Konservendosen zu essen, „können wir jetzt die kulinarische Vielfalt der Länder durch lokale Einkäufe kennenlernen“, sagt Rainer Rapp.

Ein weiterer Vorteil der Reise zu dritt ist die Organisation.  Da man bei der Rallye keine Navis und Autobahnen benutzen darf, müssen die Teams nach Land-, und Stadtkarten fahren. Dies ist Aufgabe des Beifahrers. Im Dreierteam kann man sich auch mal abwechseln.  Unter Zeitdruck könnte bei einer Nachtfahrt so immer einer auf der Rückbank ausruhen. Und die Zeit ist wirklich eng bemessen: Wie bereits berichtet, müssen die Teilnehmer der Rallye in nur 16 Tagen eine Route durch zehn Länder bis zum Nordkap und wieder retour zurücklegen.

Am Auto haben die beiden Männer auch noch einmal Hand angelegt: Bremsen, Verkleidung und Auspuff wurden erneuert, ein Dachzelt wurde gekauft und die Rückbank wurde zu einer Schlafmöglichkeit umfunktioniert. Außerdem wurden das Visum für Russland, als auch der internationale Führerschein beantragt. Durch Unterstützung aus dem Bekanntenkreis wurden nun auch die offiziellen Rallye-Aufkleber am VW angebracht.

Nun stehen den Dreien nur noch verhältnismäßig wenige Erledigungen bevor. Es muss noch eine Packliste erstellt werden. Dabei sind die persönlichen Utensilien nicht so wichtig.  „Wir müssen an Werkzeuge und all die anderen Dinge denken, die wir während der Fahrt brauchen könnten, falls etwas mit dem Wagen sein sollte“, erklärt Steffen Reichart und listet auf: Keilriemen, kleine Ersatzteile, Kompressor, Reifenflickzeug und Felgen. Außerdem muss noch eine zweite Batterie verkabelt werden genauso wie Zusatzscheinwerfer.

Zwei Routen hat das Team vorbereitet. Was sie miteinander verbindet sind dieselben Eckpunkte, die besucht werden müssen. In einer Route sind auch Sehenswürdigkeiten und Städte enthalten, die das Team privat gerne sehen möchte, da es sich bei der Rallye um einen Urlaub der drei Abenteurer handelt. Sollte irgendetwas mit dem Wagen passieren, was nicht wieder sofort behoben werden kann, oder sollte das Team in Zeitnot geraten, wird auf die alternative Route zurückgegriffen. Bei ihr handelt es sich um die kürzeste Strecke, die an allen vorgeschriebenen Ortschaften vorbeiführt.

Start mit Nummer 45

Am Start in Hamburg am 16. Juni erhält jedes Team ein individuelles Roadbook. In diesem sind Aufgaben enthalten. Beliebt dabei  ist das dreitägige Mitführen einer geöffneten Dose Surströmming. Dabei handelt es sich um eine schwedische Fischspeise, die mit den Worten „saurer Hering“ übersetzt wird. Diese wird durch Säuerung konserviert und kommt dem intensiven Geruch von Fäulnis sehr nahe.

Mit der Nummer 48 wird das Team DokaCabana an den Start gehen. Während der Reise wollen die Kuchener in einem Online-Blog auf der eigenen Homepage über ihre aktuelle Situation und besondere Vorkommnisse unterrichten. Die drei Abenteurer unternehmen die Reise aber nicht aus Lust und Tollerei. Ihre Teilnahme hat einen ernsten Hintergrund. Die Kuchener wollen mehr Aufmerksamkeit auf die genetische Erkrankung Mukopolysaccharidose (MPS) lenken. „Zudem wollen wir den MPS-Verein bekannter machen“, berichtet Reichart. Jedes Team muss Spenden in Höhe von mindestens 750 Euro sammeln.

Unterstützung willkommen

Die Hälfte davon geht an den Veranstalter, der das Geld   einer gemeinnützigen Organisation zukommen lässt. Der Rest fließt vollständig in das vom jeweiligen Team ausgesuchte Projekt. DokaCabana hat sich für den lokalen MPS-Förderverein entschieden. Die Kosten für die Rallye tragen die Teilnehmer aus eigener Kasse. „Die mit Abstand höchsten Kosten werden die Benzinkosten sein.“, erklärt Steffen Reichart – und: „Wir freuen uns aber auch über jegliche Unterstützung.“

Der Start ist nur noch wenige Wochen entfernt. Im Gesicht der drei mutigen Reisenden spiegelt das Strahlen ihrer Augen, die Vorfreude auf die Reise, denn ihnen steht ein Abenteuer bevor, das nur wenige in dieser Form erleben können.

Info Wer die Kuchener  mit einer Geldspende für den MPS-Verein oder eine Sachspende für die Fahrt unterstützen möchte, darf gerne mit ihnen in Kontakt treten, per E-Mail (dokacabana@gmail.com) oder über Facebook (https://www.facebook.com/Dokacabana).

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