Durchwachsener Spätsommer drückt auf die Bilanz der Freibäder

Die Freibad-Saison ist nun offiziell beendet. Vor allem das unbeständige Spätsommer-Wetter drückt auf die Besucher-Bilanz.

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Atmosphäre gut, Wetter schlecht: Regen machte dem Mondschein-Baden in Geislingen einen Strich durch die Rechnung.  Foto: 

Knapp 76 000 Besucher und damit rund 10 000 weniger als im vergangenen Jahre verzeichnet EVF-Bäderbetriebsleiter Thomas Jaeger für das Freibad im Geislinger 5-Täler-Bad. Daran waren auch die Revisionsarbeiten im 5-Täler-Bad schuld. „Wenn das Hallenbad geschlossen hat, ist bei schlechtem Wetter nichts los. Da fehlt einfach die Ausweichmöglichkeit“, berichtet Jäger. Der Tag mit den wenigsten Besuchern war der 26. Juli. Gerade mal 20 Badegäste hatten sich an jenem Tag bei einer Außentemperatur von 16 Grad Celsius ins Wasser getraut.

Wie wichtig das Hallenbad ist, zeigte sich auch bei der Pool-Party am 9. Juni. Begonnen hatte die Party im Freibad bei noch gutem Wetter. Später zog ein Gewitter auf, sodass die Veranstaltung nach innen verlegt wurde. Beim „Mondscheinbaden“ hatte das Hallenbad wegen Revisionsarbeiten schon geschlossen, somit waren die Veranstalter dem Wetter ausgeliefert. Beim ersten Mal kübelte es wie aus Eimern, sodass sich nur zwei Badenixen ins Wasser trauten. Beim Wiederholungstermin eine Woche später hielt das Wetter bis kurz vor Anfang; Petrus änderte aber seine Meinung und ließ es regnen. Damit war wieder tote Hose. So verwundert es nicht, dass die größte Besucherzahl in Geislingen auf den warmen Frühsommer datiert: 2500 Badegäste tummelten sich am 11. Juni im Freibad. 

Kuchens Bürgermeister Bernd Rößner spricht trotz einer Steigerung der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr von einer „eher unterdurchschnittlichen Saison“. Stand 5. September lag die Zahl bei 53 702. „Wir werden die Saison mit ungefähr 54 000 Badegästen beenden“, sagt der Bürgermeister. Das sind zwar mehr Gäste als in der Vorsaison (51 834), allerdings deutlich weniger als in den Jahren davor, in denen die Gemeinde stets an die 60 000 Besucher zählte, berichtet Rößner.

Wiesensteig dagegen knackte die Marke des vergangenen Jahres mit mehr als 9000 verkauften Karten locker. Im Vorjahr waren es fast 2000 weniger. Zu Beginn der Badesaison sei das Wetter besser gewesen und habe mehr Badegäste ins kühle Nass gezogen, erläutert Rathaus-Mitarbeiterin Michelle Böhringer. Entgegen vieler Unkenrufe sei es in Wiesensteig kaum kühler als im restlichen Filstal, fügt sie hinzu: „Wenn es woanders heiß war, lagen wir meist nur ein oder zwei Grad zurück.“

Auch im Freibad in Weißenstein war bereits der letzte Badetag. Timo Staudenmaier, Bademeister und Betriebsleiter des Schwimmbads, spricht von „sehr erfolgreichen Sommermonaten“. Er zählte 19 000 Gäste bis zum Ende der Saison. „Unser Freibad war gut besucht, es sind viele neue Besucher zu uns gekommen“, erzählt Staudenmaier. Unterm Strich waren es gleich 8000 Badegäste mehr als im Vorjahrahr.

Einen perfekten Start in die Saison hatte das Salacher Freibad erwischt. Bis Ende Juni wurden so viele Badegäste gezählt wie die Jahre zuvor in diesem Zeitraum nicht. Als sich der Sommer allerdings zum Ende hin neigte, wurde die Saison eher durchschnittlich, erklärt Silke Schömbucher, die zuständige Mitarbeiterin im Salacher Rathaus. „Wir liegen bei der Besucherzahl um etwa 5000 unter der Zahl des vergangenen Jahres. Damals waren es rund 71 000 Besucher“, erzählt sie. Damals hatte das Bad allerdings eine Woche länger geöffnet als in diesem Jahr, denn der Herbst 2016 hatte noch ein paar goldene Tage.

Das Göppinger Freibad wollte diesen Sommer an die Besucherzahl des Vorjahrs anknüpfen. Geschafft hat man das aber nicht. Drei Tage vor dem Saisonende hatten knapp 85 000 Badegäste die Pforte passiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 7000 Besucher weniger. Der Rekordsommer von 2015 mit 120 000 Besuchern bleibt unerreicht. „Trotzdem haben wir die Saison problemlos gemeistert“, sagt Ulrich Becker, Gruppenleiter des Badebetriebs im Freibad Göppingen. „Es gab keine Unfälle oder anderen Probleme und die Besucher hatten Spaß.“

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