Deggingen verzichtet auf Vorreiterrolle

Zwei Standorte schlug die Gemeindeverwaltung für eine Ladestation für E-Autos vor: die Hauptstraße und Kaplaneigasse.

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  • Parkplätze sind in Deggingens Hauptstraße Mangelware, was ein Argument war, auf eine Ladestation für Elektroautos zu verzichten. Auch der zweite von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagene Standort, die Kaplaneigasse, überzeugte die Mehrheit der Räte nicht.  1/4
    Parkplätze sind in Deggingens Hauptstraße Mangelware, was ein Argument war, auf eine Ladestation für Elektroautos zu verzichten. Auch der zweite von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagene Standort, die Kaplaneigasse, überzeugte die Mehrheit der Räte nicht. Foto: 
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Parkplätze sind in der Hauptstraße in Deggingen heiß begehrt und deshalb Mangelware. Sollen nun Stellplätze geopfert und für Elektroautos freigehalten werden, damit diese dort geladen werden können? Mit einer Antwort auf diese Frage tat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung schwer.

„Die Bundes- und Landesregierung wollen massiv Elektrotankstellen aufstellen“, sagte Deggingens Bürgermeister Karl Weber. Ziel sei, dass Fahrer von Elektrofahrzeugen alle 15 Kilometer solche Ladestationen vorfinden. In Deggingen könnte das Geislinger Albwerk die Ladesäulen aufstellen, betreiben und warten, sich um die Abrechnung und den Förderantrag kümmern. Vom Bund würde es einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der Kosten geben, ergänzte der Schultes.

9250 Euro pro Standort

Denkbar wären zwei Standorte für die Ladestationen, an denen jeweils zwei E-Autos maximal zweieinhalb Stunden aufgeladen werden könnten, sagte Weber. Zum einen beim Parkplatz an der Hauptstraße, wo der Allgemein­arzt und Gemeinderat Dr. Stefan Geis derzeit seine neue Praxis errichten lässt; zum anderen beim alten Rathaus an der Kaplaneigasse. Die Kosten würden bei etwa 9250 Euro pro Standort liegen, wobei das Fördergeld schon berücksichtigt sei. Die Variante Hauptstraße scheide für ihn allerdings gleich von Vornherein aus, ergänzte der Bürgermeister. Hier könne man keinen Parkplatz wegfallen lassen. „Da ist ohnehin schon viel los.“

Gemeinderat Rolf Staudenmaier sprach sich komplett gegen die Ladestationen aus. Er sieht es nicht als Aufgabe der Gemeinde Deggingen an, diese anzubieten. „Wer hängt sein Auto da schon zwei Stunden ran? Wer ein Elektroauto fährt, lädt es zu Hause oder an den Hochleistungsstationen der Autobahnraststätten auf“, sagte er. Außerdem sei die Technik sehr schnell überholt, sodass die Degginger Ladestationen womöglich bald nicht mehr zeitgemäß wären. Auch Gemeinderat Klaus Schweizer war gegen die Ladestationen, vor allem deshalb, weil Deggingen keine finanziellen Vorteile davon hätte: „Wenn die Gemeinde einen Platz zur Verfügung stellt, muss sie auch etwas daran verdienen.“ Enttäuscht zeigte sich Stefan Geis. Er plädierte dafür, die Elektromobilität zu fördern. Eine solche Ladestation würde für den Ortskern einen Zugewinn darstellen: Deggingen würde dann etwas vorweisen können, was andere Gemeinden nicht hätten.

Ähnlicher Meinung war Stefan Schidloch, der noch einen anderen Standort ins Spiel brachte: den Parkplatz beim Bürgerzentrum. „Das wäre am sinnvollsten, weil dort viele Fahrradfahrer unterwegs sind und an der Ladestation auch E-Bikes aufgeladen werden könnten“, sagte er. Diese Idee stieß auf wenig Zustimmung. Ziel sei, eine Ladestation, wenn überhaupt, im Ortskern anzubieten, sagte Karl Weber. Deshalb schlug Stefan Geis vor, auf dem Parkplatz bei seinem neuen Praxisgebäude zwei Stellplätze freizuhalten. „Ich garantiere Ihnen: Wenn diese Parkplätze nicht mit Elektroautos belegt sind, beschweren sich die Bürger“, gab der Bürgermeister zu bedenken.

Die Entscheidung der Räte  fiel schließlich denkbar knapp: Mit vier Nein- und drei Ja-Stimmen sowie bei einer Enthaltung lehnten die Räte die Ladestationen im Ort ab.

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