Ausbildung zu Genuss-Handwerkern

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Die zukünftigen Genuss-Handwerker freuen sich auf ihre zusätzliche Ausbildung.  Foto: 

Genuss-Handwerker: Das sind in Zukunft Köche, die nicht nur eine gängige Koch-Ausbildung durchlaufen haben, sondern die sich auf die Zusatz-Anforderungen der Spitzenkoch-Vereinigung „Jeunes Restaurateurs“ (JRE) eingelassen haben. Am Montagnachmittag fiel der Startschuss für diese sogenannte Genuss-Akademie in den Räumlichkeiten der Dehoga-Akademie in Bad Überkingen mit einer Feier für die 22 Koch-Azubi der ersten solchen Klasse. „Uns geht es darum, die Werte und fachlichen Ansprüche unserer Vereinigung weiterzugeben“, betonte der Vorsitzende der JRE in Deutschland, Andreas Hillejahn bei seiner Begrüßung. Sein Vorstandskollege Daniel Fehrenbacher lobte die „hervorragenden Rahmenbedingungen sowie die hervorragenden Lehrkräfte“ sowohl an der Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe als auch an der Dehoga-Akademie.

Thomas Schwenck, der Leiter der Dehoga-Akademie, bezeichnete die Genuss-Akademie als „Verknüpfung von Aus- und Weiterbildung“, die aufeinander abgestimmt sei. Er machte deutlich, was die jungen Nachwuchsköche konkret erwartet: 60 vertiefende Unterrichtseinheiten in der Dehoga-Akademie zusätzlich zum normalen Ausbildungs-Unterricht an der Landesberufsschule.

„Dafür haben wir die Stundentafel flexibilisiert“, erläuterte der Schulleiter der Paul-Kerschensteiner-Schule, Dieter Manz, und bezeichnete die Genuss-Akademie als „Win-Win-Situation für alle“. „Sie sind eine Eliteklasse“, betonte er, weil die Gastronomie gute Leute benötige. „Sie haben in dieser Klasse eine besonders gute Perspektive in ihrer beruflichen Laufbahn.“

Michael Oettinger ist 38 Jahre alt und derjenige aus der JRE, der das Projekt „Genuss-Akademie“ initiiert hat. „Das hätte ich mir gewünscht“, meinte der heutige Spitzenkoch aus dem „Hirsch“ in Fellbach-Schmiden. „Das ist eine gute Karriere-Begleitung, in der Klasse sitzen nur Azubi von Mitgliedern der JRE, alles geht schneller und flüssiger.“

„Uns geht’s einfach darum, die bestmögliche Ausbildung in Deutschland zu bieten“, informierte Oettinger hinterher im Gespräch. „Wir haben Nachwuchsmangel, müssen also mit dem Nachwuchs sorgsam umgehen. Junge Leute wollten sich nicht mehr beruflich „auf eine Leben lang“ festlegen.

Das Zielpublikum seien motivierte Azubi mit Realschulabschluss, die, wenn sie sich nach der Ausbildung noch zum Küchenmeister ausbilden ließen, schon nach sieben Berufsjahren sowohl den Fachhochschulabschluss vorweisen könnten (heißt jetzt: Bachelor of Profession) als auch den Meistertitel sowie die Praxiserfahrung aus einem Spitzenrestaurant. „Damit sind sie bestens gerüstet für Gastronomie jeglicher Art.“

Junge Spitzenköche: Die JRE (Jeunes Restaurateurs d’Europe“) ist eine Vereinigung „Junger Spitzenköche“, die bei der Aufnahme zwischen 25 und 37 Jahre alt sind, die mehrere Jahre in einem Spitzenbetrieb tätig gewesen sein müssen. Der Betrieb sollte mindestens dreimal in einschlägigen Restaurantführern erwähnt worden sein, über den Eintritt eines Neumitglieds wird abgestimmt.

„Genuss-Handwerker“: Die Deutschland-Sektion der JRE (Jeunes Restaurateurs d’Europe“) ging für die Ausbildung der „Genuss-Handwerker“ eine Kooperation mit der Paul-Kerschensteiner-Schule in Bad Überkingen und der Dehoga-Akademie ein. Die Genuss-Akademie verbindet die dreijährige Ausbildung zum Koch in einem Restaurant der JRE mit einer Zusatzqualifikation. Die Azubi erhalten zusätzlich zum regulären Berufsschulunterricht eine zielgerichtete Förderung in Englisch und Knigge, kostenbewusstem Kochen und Patisserie, Kalkulation, Rechnungswesen und vielem mehr.

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